Brettspiel · Ersteindruck

Ersteindruck: Onitama

Das neueste Spiel in unserer Spielesammlung ist Onitama von Pegasus Spiele.

Onitama Box klein

Verlag: Pegasus Spiele
Autor: Shimpei Sato
Spieleranzahl: 2
Alter: 10+
Zeit:15- 20 Minuten

 

 

Das Zwei-Spieler-Spiel von Shimpei Sato ist schnell gelernt und ebenso schnell gespielt.
„Ein einfaches und elegantes Spiel über taktische Kampfkunst.“, verspricht uns die Spielverpackung.
Das hat das Spiel in unseren ersten fünf Spielen auch erfüllen.

Onitama erinnert während des Spielens tatsächlich sehr an Schach. Obwohl es natürlich gleichzeitig nicht viel damit zu tun hat. Auf der schön gestalteten und sehr wertigen Spielmatte, die als Spielfeld fungiert, befindet sich ein 5×5 großes Feld, auf dem in den Farben rot und blau je ein Lehrmeister und 4 Schüler gegenüber Platz finden.

Dazu sind in jeder Partie 5 der insgesamt 16 Bewegungskarten im Spiel, die für die Bewegungen genutzt werden können. Jeder Spieler bekommt je zwei zufällige Bewegungskarten und eine Bewegungskarte wird rechts neben das Spielfeld (vom Startspieler aus gesehen) gelegt. Startspieler wird derjenige Spieler, dessen Farbe auf der fünften Karte farbig unten rechts in der Ecke angezeigt wird.

Der Rest ist denkbar einfach und trotzdem erstaunlich denkintensiv. Die Spieler sind abwechselnd an der Reihe und spielen eine ihrer Bewegungskarten mit einer beliebigen ihrer Spielfiguren aus. Dabei gelten lediglich die Regeln, dass die Figuren das Spielfeld nicht verlassen und nicht auf eigenen Figuren stehen bleiben dürfen. Wenn die Figuren aber auf ein Feld mit einer gegnerischen Figur ziehen, kommt diese Figur aus dem Spiel. Der Spieler gewinnt, der zuerst den Lehrmeister des gegnerischen Spielers besiegt oder mit seinem eigenen Lehrmeister das mittlere Feld, den Tempel, der gegnerischen Spielerseite betritt.

Onitama Figuren blau

Viel Grafik ist nicht zu bewundern, aber die Karten sind schlicht und trotzdem ansprechend gestaltet. Die Flavour- Texte sind liebevoll ausgesucht. Da ich der japanischen Schriftzeichen nicht mächtig bin, kann ich nicht bewerten, ob diese richtig sind bzw. was diese bedeuten. Sie sehen den jeweiligen Tieren aber verdächtig ähnlich. Egal wie, sie sind wirklich sehr schön und passend. Ich persönlich finde die asiatischen Schriftzeichen immer beeindruckend und schön anzusehen. Die Matte, ist wie schon erwähnt, schön gestaltet. Die Figuren fand ich persönlich vor allem auf Bildern und in Videos, die ich vorher gesehen hatte, nicht sehr ansprechend. In der Realität sind diese aber absolut in Ordnung, sogar recht schön. Trotzdem ist es nicht mein liebster Stil.

Die Anleitung ist einfach geschrieben und schnell verständlich. Auf wenigen Seiten werden die wenigen Regeln erklärt (mein Mann las diese zuerst und erklärte mir die Regeln).
Positiv hervorzuheben ist auch noch die Spielschachtel. Diese hat ein ungewöhnliches hohes Format mit einem Magnetverschluss. Wenn man diese aufklappt, kommt ein sinnvoll gestaltetes schönes Inlay zum Vorschein und verdient eine lobende Erwähnung.

Onitama Box eingeräumt

Mich konnte Onitama bisher überzeugen. Die kurzen Spiele sind denkintensiv und trotzdem einfach. Die Entscheidungen halten sich in Grenzen, trotzdem muss der Überblick behalten werden. Außerdem kann (und sollte) immer ein Stück vorausgeplant werden, da klar ist welche Bewegungskarte man als nächstes erhalten wird. Im Weiteren kann zumindest mitbedacht werden welche Karten der Gegner spielen kann und welche möglicherweise für ihn Sinn macht.

Onitama Schachtel

Ihr seht: Onitama ist ein abstraktes Spiel, bei dem Vorausplanung durchaus Sinn macht und gleichzeitig nicht zu weit führt, da eben die Aktionsmöglichkeiten eingeschränkt sind und auch davon abhängen, welche Karten der Gegner als nächstes wählt.

Für mich ist das Spiel bis jetzt ein Treffer und es hat uns auf jeden Fall bislang viel Spaß gemacht. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir noch viele Partien spielen werden und sehe auch, dass man mit entsprechender Erfahrung in dem Spiel viel besser werden wird. Ich freue mich schon darauf und hoffe auch noch auf eine volle Rezension, in der ich euch sagen kann, ob das Spiel auch auf längere Zeit Spaß gemacht hat. Ich muss allerdings zugeben, dass dieser Ersteindruck etwas länger geworden ist, als gedacht und schon sehr nah an eine Rezension rankommt. Aber der „Langzeitspaß“ zumindest wird darin noch eine zusätzliche Erwähnung finden können 😉

Onitama abklatschende Figuren

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