8/ 10 Punkten · Bewertung · Brettspiel · Rezension

Noch mal! – schnelle Würfelspiele Teil 3

Noch mal! ist das neueste der vorgestellten schnellen Würfelspiele und es fällt auch etwas aus der Reihe. Zumindest, wenn man es mit Qwixx und Qwinto vergleicht.

Nochmal! kleinVerlag: Schmidt Spiele
Autor: Inka und Markus Brand
Spieleranzahl: 1 – 6
Alter: 8+
Zeit: 20 Minuten
Jahr: 2016

Wie geht es?

Noch mal! ist in der Reihe klein&fein von Schmidt Spiele erschienen. Das ist es auf jeden Fall. In der Verpackung befinden sich 6 Würfel, davon sind 3 weiß und 3 schwarz. Die weißen Würfel zeigen auf jeder Seite eine von fünf Farben und einen Joker an. Die schwarzen Würfel zeigen die Zahlen von 1 bis 5 und ebenfalls einen Joker.
Dazu gibt es einen Spielblock und mehrere kleine Filzstifte.
Jeder Spieler bekommt am Anfang ein Blatt des Blocks und einen Filzstift.

Nochmal! Inhalt

Der Spieler, der an der Reihe ist, würfelt mit den 6 Würfeln und sucht sich dann zwei von den Würfeln aus; einen weißen und einen schwarzen. Zum Beispiel also die Farbe pink und eine 4. Dann darf der Spieler beim ersten Wurf in der mittleren Reihe vier zusammenhängende pinke Felder ankreuzen. Nicht weniger Felder und auch nicht mehr. Außerdem müssen sie zusammenhängen. Die anderen Spieler dürfen sich gleichzeitig ebenfalls beliebige Würfel aussuchen. In den ersten drei Runden läuft es so.
Ab der 4. Runde würfelt der Spieler, der an der Reihe ist und wählt zwei Würfel aus, die für die anderen Spieler dann nicht mehr verfügbar sind. Diese dürfen dann daher nur aus den übrigen vier Würfeln aussuchen.
Neue Kreuze müssen immer an andere Kreuze angrenzen. Sie dürfen nicht irgendwo gemacht werden.
Das Spiel ist zu Ende, wenn ein Spieler alle Kästchen von zwei verschiedenen Farben angekreuzt hat und diese damit beendet hat. Wenn ein Spieler der Erste ist, der die Farbe beendet, sagt er dies an und markiert es auf seinem Block. Dafür bekommt er 5 Punkte, die anderen Spieler, die nach ihm die Farbe beenden, bekommen weniger Punkte.

Ähnlich funktioniert es wenn ein Spieler eine Spalte vollständig angekreuzt hat, darf er unten das Zahlenkästchen einkreisen und bekommt somit diese Punkte. Das muss er ansagen, „Ich habe K fertig“. Denn die anderen Spieler müssen dann K ausstreichen und können in der Spalte K nur noch die unteren Punkte erreichen, die weniger Punkte geben.

Wer gewinnt?

Und? Wer weiß es???
Genau: Es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.


Am Ende des Spiels werden die Punkte gezählt. Es gibt Punkte für abgeschlossene Farben. Daneben gibt es Punkte für abgeschlossene Spalten und für nicht eingesetzte Joker. Denn immer wenn ein Joker genutzt wird, muss ein Ausrufezeichen unten auf dem Block angekreuzt werden. Wenn diese alle weg sind, können auch keine Joker mehr eingesetzt werden.
Außerdem gibt es noch Minuspunkte und zwar für nicht angekreuzte Sterne. Diese sind über den Block verteilt und jeder gibt 2 Minuspunkte.
Dann wird gerechnet und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. (Ratet mal welcher mein Block ist)

Meine Meinung

Unser Noch Mal! Block hat noch genau 2 Seiten. Das heißt für uns, dass die Seiten demnächst eingeschweißt werden und außerdem werden die neuen Blöcke, die auf den Markt gekommen sind, gekauft. Diese haben neue Farbverteilungen und garantieren deshalb ein etwas anderes Spiel als mit dem Standardblock.
Schon das ist natürlich ein gutes Zeichen. Es bedeutet ganz einfach, dass es bei uns viel gespielt wurde. Und noch dazu kommt, dass wir immer noch Lust haben es zu spielen.
Da gibt es auch andere Spiele, die exzessiv bis zum Ende des Blocks gespielt werden und dann aber irgendwie durch sind. Da gibt es dann kein Bedürfnis nach einem neuen Block.

Noch Mal! dauert etwas länger als Qwixx und Qwinto. Es ist also ein „längeres schnelles“ Würfelspiel. Das kommt aber auch auf die jeweilige Runde an. Wenn Jemand ganz schnell zwei Farben beendet, dann ist das Spiel auch früher beendet.
Noch Mal! spielt sich super zu zweit und auch mit mehr Personen verliert es nicht an Spielspaß. In jeder unserer Besetzungen (natürlich meist zu zweit) hat es Spaß gemacht. Zu Zweit kann es eher passieren, dass ein Spieler eher nach links geht und dort die Punkte abgreift und der andere Spieler nach rechts und dort die Punkte holt. Dann kommen sich die Spieler natürlich nicht so ins Gehege. Allerdings ist es bei drei Spielern eher ein Problem, da dort im Normalfall ein Spieler in die eine und zwei Spieler in die andere Richtung gehen. Dann müssen zwei Spieler um die Punkte konkurrieren und der dritte greift schön allein die Punkte ab.
Das ist aber natürlich überspitzt. Im Normalfall werden alle Spieler darauf achten, dass ein Spieler nicht irgendwo allein alle Punkte abgreifen kann.
Ihr seht also schon bei Noch Mal! gibt es mehr „Interaktion“ miteinander. Die Spieler achten aufeinander, da die Punkte davon abhängig sind, wer eine Spalte oder eine Farbe wann zu macht. Es kann also nicht einfach vor sich hin gespielt werden, ein wenig sollten die anderen Spieler mit einbezogen werden in die Würfelwahl.

Ich mag Noch Mal! und spiele es immer gerne. Ich freue mich schon auf die neuen Blöcke und auf neue Partien. Von mir gibt es also auch für Noch Mal! eine Empfehlung. Wir spielen es immer gerne Noch mal!

 

8/10 Punkte

8/ 10 Punkten · Bewertung · Brettspiel · Rezension

Qwinto – schnelle Würfelspiele Teil 2

Weiter geht es mit dem 2. Teil der Reihe. Qwinto ist ebenfalls ein schnelles Würfelspiel. Es erinnert durch seinen Block und die Würfel durchaus an Qwixx, aber es ist ein völlig anderes Spiel. Auf der Verpackung wird schon darauf hingewiesen, dass es das neue Spiel nach Qwixx ist.

Qwinto kleinVerlag: Nürnberger Spielkartenverlag (NSV)
Autor: Uwe Rapp und Bernhard Lach
Spieleranzahl: 2 – 6
Alter: 8+
Zeit: 10 – 15 Minuten
Jahr: 2015

Wie geht es?

Qwinto spielt sich sehr leicht. Die Einstiegshürde des Regellernens ist denkbar niedrig.
Jeder Spieler bekommt ein Blatt aus dem beiliegenden Block und einen Stift. Kleine Bleistifte mit Radiergummi liegen bei. Dann wird reihum gewürfelt. Der Spieler, der an der Reihe ist, darf jedes Mal entscheiden welche und wie viele der drei Würfel er würfeln möchte. Er kann sich entscheiden alle drei Würfel zu nehmen (rot, gelb und lila) oder auch nur einen oder zwei. Wenn er eine Zahl erwürfelt hat, kann er außerdem noch entscheiden, ob er einen zweiten Wurf machen möchte. Wenn er dies tut, gilt der vorherige Wurf nicht und der zweite Wurf gilt, egal ob diese Zahl dem Spieler besser passt oder nicht. Die gewürfelte Zahl wird laut angesagt und jeder Spieler darf diese eintragen.

Qwinto Inhalt
Die Zahl darf aber nur in den Zeilen eingetragen werden, deren Würfelfarbe gewürfelt wurde. Also kann eine 7 nur in die gelbe Zeile eingetragen werden, wenn auch ein gelber Würfel mitgeworfen wurde. Wenn nur blau und rot eine 7 ergeben, darf diese nicht in die gelbe Zeile eingetragen werden.
Der Trick an der Sache ist der, dass die Zahlen in den Reihen nur aufsteigend eingetragen werden dürfen. Es dürfen durchaus Zahlen fehlen, aber nach rechts müssen die Zahlen größer werden.
Zusätzlich dürfen Zahlen, die untereinander stehen nicht dieselben sein.
Außerdem gibt es fünfeckige Felder. Zahlen, die in diese eingetragen werden, geben Extrapunkte, wenn die Spalte, in der diese stehen voll ist.
Wenn ein Spieler zwei Zeilen beendet hat, also alle Felder voll mit Zahlen hat, wird gewertet.
Das Spiel endet ebenso, wenn ein Spieler vier Fehlwürfe hat. Ein Fehlwurf wird dann eingetragen, wenn der Spieler, der an der Reihe ist keine Zahl eintragen kann oder will.

Wer gewinnt?

Auch hier gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten. Die Spieler rechnen ihre Punkte zusammen. Zum Einen sind dies die Zahlen, die in den fertigen Spalten in fünfeckigen Feldern stehen. Zum Anderen gibt es pro Zeile Punkte. Eine volle Zeile zählt so viele Punkte wie die Zahl, die in dieser ganz rechts steht. Wenn die Zeile nicht voll ist, dann zählt sie soviel, wie Zahlen eingetragen wurden. Bei 6 eingetragenen Zahlen zählt sie also auch 6 Punkte (selbst wenn ganz rechts eine 15 eingetragen wurde).
Zuletzt werden noch je 5 Minuspunkte für Fehlwürfe abgezogen.

Qwinto Block Endwertung

Meine Meinung

Auch Qwinto ist ein tolles Würfelspiel. Es ist etwas „komplizierter“ als Qwixx. Ich erinnere mich, dass die Regeln zunächst unklar waren. Beim Spielen klärte sich alles aber sofort. Das lag aber auch daran, dass Qwixx natürlich bekannt war und die Regeln bei Qwinto doch ziemlich anders sind, obwohl es so ähnlich wirkt.
Die Entscheidungen sind vor Allem am Anfang, bei den ersten Spielen, nicht ohne. Da die Zahlen selbst eingetragen werden und kein Anhaltspunkt da ist, was realistisch ist. Aber auch wenn das Spiel schon öfter gespielt wurde, ist die Entscheidung wo eine Zahl hingeschrieben wird „schwieriger“ als bei Qwixx. Zumindest fühlt es sich so an. Da die Zahlen auch untereinander passen müssen, ist eine Komponente mehr zu beachten.
Aber auch unabhängig von Qwixx ist Qwinto ein tolles Würfelspiel.
Der Qwinto Block ist schon so gut wie leer und wir haben uns zwei Blätter laminiert, vor allem für Reisen.
Es gibt bisher anders als bei Qwixx keine Erweiterungen in Form von neuen Blöcken. Das wäre durchaus möglich. Allerdings ist dort nicht soviel mit Erweiterungen herauszuholen, wie bei Qwixx (Oder fehlt mir dafür nur die Vorstellungskraft?).
Qwinto ist ein schnelles Würfelspiel mit spannenden Entscheidungen. Von mir gibt es eine Empfehlung.

8/10 Punkte

9/ 10 Punkten · Bewertung · Brettspiel · Rezension

Qwixx – schnelle Würfelspiele Teil 1

Ab heute wird für drei Wochen eine kleine Würfelspielreihe starten. Teil 1 meiner Reihe kleiner Würfelspiele, die wir schon wirklich oft gespielt haben ist: Qwixx.

Qwixx kleinVerlag: Nürnberger Spielkartenverlag (NSV)
Autor: Steffen Benndorf
Spieleranzahl: 2 – 5
Alter: 8+
Zeit: 10 – 15 Minuten
Jahr: 2012

Wie geht es?

Qwixx spielt sich denkbar einfach. Jeder Spieler hat ein Blatt aus dem Spielblock und einen Stift vor sich. Nacheinander sind die Spieler an der Reihe und würfeln dabei die sechs Würfel. Von den Würfeln sind zwei weiß und die anderen vier rot, blau, grün und gelb. Der Spieler, der gewürfelt hat, sagt die Zahl der weißen Würfel an und alle Spieler dürfen diese Zahlen in eine beliebige Reihe eintragen. Der Trick an der Sache ist, dass sobald eine Zahl angekreuzt wurde, keine Zahl links davon mehr angekreuzt werden darf.

Qwixx Inhalt
Der Spieler, der an der Reihe ist, darf dann zusätzlich eine Zahl eintragen, die er aus einem weißen und einem bunten Würfel bildet. Diese Zahl darf dann in die passende Farbreihe eingetragen werden.
Das Spiel ist beendet, wenn zwei Reihen abgeschlossen sind und damit dann auch die beiden passenden farbigen Würfel aus dem Spiel genommen werden.
Eine Reihe ist abgeschlossen, wenn die letzte Zahl der Reihe gewürfelt und eingetragen wird. Dies ist aber nur dann erlaubt, wenn mindestens fünf Kreuze in dieser Reihe gemacht wurden. Der- oder diejenigen Spieler, der oder die (gleichzeitig) ein Kreuz auf der letzten Zahl machen, dürfen dann auch noch das Schloss am Ende der Reihe abkreuzen.
Der Spieler, der an der Reihe ist, muss immer eine Zahl eintragen. Zuerst die Zahl der weißen Würfel, dann die der bunten. Er muss nicht beide Zahlen eintragen, kann es aber. Wenn er keine Zahl nutzen kann, dann muss der Spieler einen Fehlwurf nehmen und dort ein Kreuz machen. Wenn ein Spieler vier Fehlwürfe hat, dann ist das Spiel auch beendet.

Wer gewinnt?

Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Am Ende des Spieles ermitteln alle Spieler ihre Punkte, indem sie alle ihre Kreuze zählen. Für die Anzahl der Kreuze gibt es pro Farbe Punkte, wobei es sich mehr lohnt viele Kreuze bei einer Farbe zu haben, als dieselbe Anzahl verteilt auf mehrere Farben. Von den sich daraus ergebenden Punkten werden noch die Kreuze für Fehlwürfe (pro Kreuz -5 Punkte) abgezogen und so hat jeder Spieler seine Endpunktzahl ermittelt.

Meine Meinung

Ich spiele total gerne Qwixx und zwar immer wieder. Das sieht man auch gut an der wirklich abgespielten Verpackung und den sehr dünnen Blöcken.
Wir haben verschiedene Blöcke und haben diese schon sehr viel gespielt. Auf einigen Blöcken sind kaum noch Blätter.
Das liegt vor Allem daran, dass Qwixx total schnell gespielt ist und dabei Spaß macht. Wie bei jedem Würfelspiel ist viel Glück dabei, aber bei 10- 15 Minuten Spielen ist das zu verkraften. Toll ist, dass alle Spieler immer etwas zu tun haben. Auch wenn der Mitspieler an der Reihe ist, kann ich die weißen Würfel eintragen. Der Spieler, der an der Reihe ist, hat natürlich mehr Überlegungen und kann durchaus auch einen etwas längeren Zug machen, wenn er genau durchdenkt welche Zahlenkombinationen möglich sind und, ob die Zahl eingetragen wird oder nicht bzw. ob ein Fehlwurf genommen wird oder nicht.

Obwohl alle Spieler immer etwas zu tun haben, ist das Spiel nicht interaktiv und die Spieler nehmen keinen Einfluss auf die anderen Spielen. So nimmt man dem Gegner auch nicht die Würfel oder ähnliches.
Qwixx kann eigentlich mit jeder Gruppe gespielt werden. Es hat nicht viele Regeln und diese sind leicht verständlich. Es macht schnell Spaß und keiner langweilt sich. Es ist ein toller Absacker und ein toller Füller. Wir spielen es sehr gerne auch nebenbei während wir eine Serie schauen oder auch mal im Urlaub.
Ich bin ohnehin ein Fan von Würfelspielen und empfehle Qwixx voll und ganz.

8/10 Punkte

7/ 10 Punkten · Bewertung · Brettspiel · Rezension

Super Motherload

Super Motherload ist ein Brettspiel mit Deckbaumechanismus. Ich rezensiere hier die englische Version, die wir zuhause haben. Die Anleitung ist also auf englisch. Das Material selbst ist allerdings sprachneutral.

Super Motherload kleinVerlag: Roxley
Autor: Gavan Brown & Matt Tolman
Spieleranzahl: 2- 4
Alter: 14+
Zeit: 60 Minuten
Jahr: 2015

Thematisch sind wir auf dem Mars und die Solarus Kooperation hat eine Quelle für seltene Rohstoffe gefunden. Wir sind die Anführer einer Crew Pod-Piloten, die diese Rohstoffe abbauen. Wir haben die Erlaubnis den Profit in unsere Piloten zu investieren, um diese zu trainieren und ihre Fähigkeiten zu verbessern.

Super Motherload Spielaufbau

In der Realität bedeutet dies, dass jeder Spieler vier verschieden farbige (rot, blau, gelb und bunt) Decks vor sich liegen hat. Diese unterscheiden sich in ihren Fähigkeiten. Das Startdeck aber ist bei allen Spielern gleich. Jeder Spieler hat jede Runde zwei Aktionen und kann mit diesen entweder Karten von der Hand ausspielen oder zwei Karten nachziehen. Der Spieler kann gleichfarbige Karten zusammen abspielen, um dann mit jedem Bohrsymbol ein Feld in den Boden zu bohren. Die Symbole, die dabei abgedeckt werden, darf der Spieler dann nutzen. Meist sind dies verschiedene Rohstoffe, die unterschiedlich viel wert sind. Diese können dann (alle auf einmal) auf eines der vier Decks gelegt werden. Sobald der angegebene Wert erreicht ist, wird die jeweilige Karte damit gekauft und der Effekt, der unten auf der Karte angegeben ist, ausgeführt. Dann kommt die Karte auf den Ablagestapel und gehört dann ab dem nächsten Mischen in den Nachziehstapel.

Super Motherload Spielaufbau 2

Ganz so einfach ist es allerdings nicht.
Denn die Tunnel, die man gräbt, müssen einige Regeln befolgen. Wenn die Felder rot umrandet sind, kann dort nur mit roten Karten gegraben werden. In den anderen Farben ebenso. Wenn dort Steine liegen, kann dort nur gesprengt werden oder mit einem bestimmten Bohrsymbol gebohrt werden.

Super Motherload Spielkarten

Ich will hier nicht zu sehr in die Tiefe gehen, aber es gibt neben dem Deckbaumechanismus also auch einen Teillegemechanismus, die eng miteinander zusammenhängen. Mein Deck verbessere ich mit den „erbohrten“ Teilen und die Karten benötige ich wiederum um effektiver bohren zu können. Beides will also durchdacht werden. Das Spiel endet, wenn alle Artefakt-Teile abgebaut wurden. Solche gibt es nämlich auch noch auf dem Brett. Diese geben beim Überbohren jeweils einen speziellen Chip, der verschiedene einmalige Boni bzw. Siegpunkte fürs Spielende bringen kann. Der Gewinner ist überraschenderweise derjenige, der die meisten Siegpunkte sammelt. Je teurer die erworbenen Karten sind, desto mehr Siegpunkte bringen diese. Außerdem haben die teureren Karten natürlich auch bessere Fähigkeiten und bauen somit das Deck besser aus. Wenn bestimmte Kartenzusammensetzungen oder Rohstoffverteilungen erfüllt sind, können die Spieler, während des Spiels außerdem silberne oder goldene Zielkarten erfüllen, die auch noch viele Punkte bringen können. (Minor oder Major Goals)

Super Motherload Ziele

Grafik

Die Illustrationen sind comicartig und recht speziell. Mir persönlich gefallen sie leider nicht so gut. Ich finde sie nicht schrecklich, aber ich mag sie auch nicht. Die verschiedenen Figuren sind auf jeden Fall markant und anders als in vielen anderen Spielen. Trotzdem gefällt sie mir einfach nicht. Ist aber natürlich Geschmackssache.

Super Motherload Detail Karte

Unsere Spielerfahrung

Wie immer haben wir Super Motherload bei unseren knapp 15 Spielen größtenteils zu zweit gespielt. Ich verliere meist immer. Das passiert mir aber ohnehin häufig, von daher ist es nicht ungewöhnlich. Drei Spiele waren zu dritt. Das Spiel unterscheidet sich dabei nicht besonders und ist ein relativ schnell zu spielendes (normalerweise unter einer Stunde), besonderes Deckbauspiel.

Fazit

Ich spiele Super Motherload immer wieder gerne, schlag es aber nicht selbst vor.
Die Illustrationen sind nicht meins und ich bekomme einfach nicht den Dreh raus, um ein gutes Spiel zu spielen. Selbst, wenn ich denke, dass es gut läuft, verliere ich am Ende. Wie schon erwähnt, passiert mir das häufig, aber hier habe ich noch NIE gewonnen. Ich vermute mal, dass das auch Einfluss auf meine Bewertung hat. Ich weiß, dass Super Motherload vielen Spielern sehr gut gefallen könnte , mir „nur“ gut. Zum Glück sind Geschmäcker bekanntlich verschieden.
Mir gefällt der Tunnelbau/ Grabmechanismus. Ich plane auch gerne welche Karten ich wann spiele um wann welche Tunnel zu graben.
Mir gefällt auch die Möglichkeit Ziele zu erfüllen. Dadurch können sich die Spieler schon zwischendurch Siegpunkte schnappen und man hat konkrete Aufgaben, auf die man hinarbeiten kann. Außerdem finde ich auch die Verbesserungsmöglichkeit des Decks durch die Verteilung der Rohstoffe gut. Ich finde es spannend zu überlegen wo ich welchen Rohstoff hinlegen sollte. Durch die kleinen Belohnungen, die sofort beim Kauf eintreten, haben verschiedene Entscheidungen auch verschiedene Ergebnisse.
Alles in Allem gefallen mir alle Mechanismen. Trotzdem bekommt es bei mir keine hohe Wertung.
Das liegt am Spielgefühl und für mich fehlt ein wenig der Fluss. Irgendwie fehlt mir das gewisse Extra, aber ich kann trotzdem jedem, der Deckbauspiele gerne mag, empfehlen das Spiel zumindest mal auszuprobieren.

 

7/10

 

Allgemein · Brettspiel · Ersteindruck

Ersteindruck Dice Forge

Dice Forge ist ein Dice Crafting, also ein Würfelbau- Spiel. Das ist schon mal direkt eine coole und innovative Prämisse.

Erst letzte Woche habe ich einen Ersteindruck zum letzten neuesten Spiel geschrieben und schon gibt es ein neues neuestes Spiel.
Dice Forge ist bei uns eingezogen.

Dice Forge Box kleinVerlag: ursprünglich Libellud; im deutschen Vertrieb Asmodee
Autor: Régis Bonnessée
Spieleranzahl: 2 – 4
Alter: 10+
Zeit: 45 Minuten

Wir haben mittlerweile drei Partien Dice Forge gespielt und ich fühle mich bereit einen Ersteindruck für euch zu verfassen.
In Dice Forge sind die Spieler Helden, die zu einem Halbgott werden wollen um so in die Reihen der Götter aufzusteigen. Die Götter haben einen Platz frei und nehmen den Helden auf, der die meisten bzw. die stärksten oder prestigeträchtigsten Monster besiegt.
Diese Monster oder Gegner bringen Ruhmespunkte ein und werden von den Helden durch Würfel besiegt. Oder eher durch die Ressourcen, die mit den Würfeln gesammelt werden.

Dice Forge Brett
Foto: (Brett)Spielerfrau

Jeder Spieler startet mit zwei Würfeln, die eine leicht unterschiedliche Farbe haben (die nur bei gutem Licht wirklich auseinanderzuhalten sind). Diese Würfel haben bei jedem Spieler die gleichen Startseiten. Die Seiten sind aber austauschbar. Für gesammeltes Gold können die Spieler neue Seiten kaufen, wodurch man seinen Würfel verbessern kann (und muss). Mit gesammelten Sonnen- und Mondsplittern werden verschiedene Monster besiegt und mit diesen werden Ruhmespunkte, aber auch einmalige oder dauerhafte Effekte gesammelt.
Die gesammelten Sonnen- und Mondsplitter und auch das Gold und die Ruhmespunkte werden auf einem Tableau markiert.

Dice Forge Spielertableau
Foto: (Brett)Spielerfrau

Nach neun Runden ist das Zwei-Spieler-Spiel zu Ende und die Ruhmespunkte werden gezählt. Der Spieler mit den meisten Ruhmespunkten gewinnt.

Mein Eindruck

Ich muss sagen, dass ich die Idee total genial finde, dass man Würfel „baut“ und somit für sich anpasst. Letztendlich ist dies natürlich ein Mechanismus, der etwas an ein Deckbauspiel. Der Unterschied ist, dass die Spieler in einem Deckbauspiel normalerweise sicher sein können, dass die Karten irgendwann auftauchen. In einem Würfelspiel kann ein Spieler natürlich nie sicher sein, dass der Würfel irgendwann auch die eben gekaufte super Seite zeigen wird. Möglicherweise kauft man eine Würfelseite und diese wird nie gewürfelt.
Das ist ein Risiko, das bei einem Würfelspiel aber immer besteht. Ich persönlich mag Würfelspiele sehr gern und habe daher auch keine Probleme mit dem dadurch bestehenden Glücksfaktor (den man ja ohnehin auch vorher schon kennt).

Das Material und vor allem das Inlay muss wirklich noch lobend erwähnt werden.
Jedes Teil hat seinen Platz und die Verpackung wird auch im Spiel eingebunden. In dieser ist der Marktplatz auf dem die Würfelseiten gekauft werden können. Es passt sogar graphisch aneinander.

Außerdem kann der Markt so zusammengeklappt werden und mit einem mitgelieferten breiten Gummiband zusammengehalten werden, dass die kleinen Einzelteile/ die Würfelseiten nicht durcheinanderkommen, egal wie die Box gelagert wird. Dafür gibt es von mir ein großes Lob.
Die Verpackung und das Inlay sind wirklich clever durchdacht.

Alles in Allem hat Dice Forge bei mir einen guten ersten Eindruck hinterlassen. Mir gefällt das Würfelbauen, auch wenn die Würfelseiten etwas schwierig zu ändern sind und ich nicht nur einmal eine Würfelseite durch den Raum geflitscht habe.
Das Thema finde ich nett, aber es ist nicht weiter erwähnenswert. Es passt aber auf jeden Fall zum Spiel.
Die Illustrationen sind schön und passend. Die Verpackung bzw. das Inlay sind wirklich toll.
Bisher hat sich bei mir aber (noch?) kein „Wow-Effekt“ eingestellt. Ich habe mir vielleicht mehr erhofft. Der Glücksfaktor bei dem Spiel ist auch ziemlich hoch. Das stört mich nicht unbedingt, da das bei einem Würfelspiel dazugehört. Trotzdem ist es für ein Würfelspiel dann doch ziemlich lang. Mit ca. 45 Minuten ist es kein kurzes Spiel. Trotzdem spielt es sich gefühlt recht flott. Ihr merkt vielleicht, dass ich hin und her gerissen bin.

Ich glaube aber, dass das Potenzial durchaus da ist und bin gespannt auf unsere nächsten Partien. Dann auch mal mit den anderen Karten und mehr Spielern.

7 Sachen Sonntag · Allgemein

7 Sachen Sonntag

Die letzten Male ist der 7 Sachen Sonntag ausgefallen, heute mache ich aber nochmal mit.

  1. Frühstück am Morgen. Ein Croissant mit Frischkäse und Marmelade.
    1 Sachen Sonntag Croissant

2. Meine Mutter kam zu Besuch und wir spielten erst eine Runde Dice Forge.

2 Sachen Sonntag Dice Forge

3. Zwischendurch habe ich Brot gebacken. Zwei leckere Roggenmischbrote.

4. Zu Mittag haben wir eine Tomatentarte gegessen. Sie war wirklich lecker, allerdings war der Boden etwas zu hart und ist verbesserungswürdig.

5. Noch kurz die Orchidee gewässert. Sie fängt wieder an zu blühen. Ich bin total stolz 🙂 Das habe ich noch nie geschafft. Regelmäßiges wässern und düngen wirkt Wunder.

5 Sachen Sonntag Orchidee

6. Die eigentliche Verabredung mit meiner Mutter war, um unser neues T.I.M.E. Stories Abenteuer zu spielen. Lumen Fidei. Es war guuuut. (Dazu demnächst mehr)

6 Sachen Sonntag Lumen Fidei

7. Um den Kreis zu schließen, gab es zum Abendessen nochmal ein Croissant mit Frischkäse und Marmelade.

7 Sachen Sonntag Croissant Abend
Foto: (Brett)Spielerfrau
Brettspiel · Ersteindruck

Ersteindruck: Onitama

Das neueste Spiel in unserer Spielesammlung ist Onitama von Pegasus Spiele.

Onitama Box klein

Verlag: Pegasus Spiele
Autor: Shimpei Sato
Spieleranzahl: 2
Alter: 10+
Zeit:15- 20 Minuten

 

 

Das Zwei-Spieler-Spiel von Shimpei Sato ist schnell gelernt und ebenso schnell gespielt.
„Ein einfaches und elegantes Spiel über taktische Kampfkunst.“, verspricht uns die Spielverpackung.
Das hat das Spiel in unseren ersten fünf Spielen auch erfüllen.

Onitama erinnert während des Spielens tatsächlich sehr an Schach. Obwohl es natürlich gleichzeitig nicht viel damit zu tun hat. Auf der schön gestalteten und sehr wertigen Spielmatte, die als Spielfeld fungiert, befindet sich ein 5×5 großes Feld, auf dem in den Farben rot und blau je ein Lehrmeister und 4 Schüler gegenüber Platz finden.

Dazu sind in jeder Partie 5 der insgesamt 16 Bewegungskarten im Spiel, die für die Bewegungen genutzt werden können. Jeder Spieler bekommt je zwei zufällige Bewegungskarten und eine Bewegungskarte wird rechts neben das Spielfeld (vom Startspieler aus gesehen) gelegt. Startspieler wird derjenige Spieler, dessen Farbe auf der fünften Karte farbig unten rechts in der Ecke angezeigt wird.

Der Rest ist denkbar einfach und trotzdem erstaunlich denkintensiv. Die Spieler sind abwechselnd an der Reihe und spielen eine ihrer Bewegungskarten mit einer beliebigen ihrer Spielfiguren aus. Dabei gelten lediglich die Regeln, dass die Figuren das Spielfeld nicht verlassen und nicht auf eigenen Figuren stehen bleiben dürfen. Wenn die Figuren aber auf ein Feld mit einer gegnerischen Figur ziehen, kommt diese Figur aus dem Spiel. Der Spieler gewinnt, der zuerst den Lehrmeister des gegnerischen Spielers besiegt oder mit seinem eigenen Lehrmeister das mittlere Feld, den Tempel, der gegnerischen Spielerseite betritt.

Onitama Figuren blau

Viel Grafik ist nicht zu bewundern, aber die Karten sind schlicht und trotzdem ansprechend gestaltet. Die Flavour- Texte sind liebevoll ausgesucht. Da ich der japanischen Schriftzeichen nicht mächtig bin, kann ich nicht bewerten, ob diese richtig sind bzw. was diese bedeuten. Sie sehen den jeweiligen Tieren aber verdächtig ähnlich. Egal wie, sie sind wirklich sehr schön und passend. Ich persönlich finde die asiatischen Schriftzeichen immer beeindruckend und schön anzusehen. Die Matte, ist wie schon erwähnt, schön gestaltet. Die Figuren fand ich persönlich vor allem auf Bildern und in Videos, die ich vorher gesehen hatte, nicht sehr ansprechend. In der Realität sind diese aber absolut in Ordnung, sogar recht schön. Trotzdem ist es nicht mein liebster Stil.

Die Anleitung ist einfach geschrieben und schnell verständlich. Auf wenigen Seiten werden die wenigen Regeln erklärt (mein Mann las diese zuerst und erklärte mir die Regeln).
Positiv hervorzuheben ist auch noch die Spielschachtel. Diese hat ein ungewöhnliches hohes Format mit einem Magnetverschluss. Wenn man diese aufklappt, kommt ein sinnvoll gestaltetes schönes Inlay zum Vorschein und verdient eine lobende Erwähnung.

Onitama Box eingeräumt

Mich konnte Onitama bisher überzeugen. Die kurzen Spiele sind denkintensiv und trotzdem einfach. Die Entscheidungen halten sich in Grenzen, trotzdem muss der Überblick behalten werden. Außerdem kann (und sollte) immer ein Stück vorausgeplant werden, da klar ist welche Bewegungskarte man als nächstes erhalten wird. Im Weiteren kann zumindest mitbedacht werden welche Karten der Gegner spielen kann und welche möglicherweise für ihn Sinn macht.

Onitama Schachtel

Ihr seht: Onitama ist ein abstraktes Spiel, bei dem Vorausplanung durchaus Sinn macht und gleichzeitig nicht zu weit führt, da eben die Aktionsmöglichkeiten eingeschränkt sind und auch davon abhängen, welche Karten der Gegner als nächstes wählt.

Für mich ist das Spiel bis jetzt ein Treffer und es hat uns auf jeden Fall bislang viel Spaß gemacht. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir noch viele Partien spielen werden und sehe auch, dass man mit entsprechender Erfahrung in dem Spiel viel besser werden wird. Ich freue mich schon darauf und hoffe auch noch auf eine volle Rezension, in der ich euch sagen kann, ob das Spiel auch auf längere Zeit Spaß gemacht hat. Ich muss allerdings zugeben, dass dieser Ersteindruck etwas länger geworden ist, als gedacht und schon sehr nah an eine Rezension rankommt. Aber der „Langzeitspaß“ zumindest wird darin noch eine zusätzliche Erwähnung finden können 😉

Onitama abklatschende Figuren

Allgemein · Brettspiel · Der spielerische Wochenrückblick

Spielerischer Wochenrückblick

Es ist Zeit für den spielerischen Wochenrückblick.

Montag waren wir bei meiner Mutter zu Besuch und haben drei Spiele gespielt.

  • 2 mal Bärenpark
  • Kniffel

und Dienstag haben wir immerhin ein Spiel geschafft.

  • Raptor

Am Mittwoch kamen einiges auf den Tisch.

  • Seasons
  • NMBR 9 (2 mal)
  • Qwixx gemixxt (2 mal)
  • Magic Maze (3 mal)

Am Donnerstag wurde nichts gespielt.

Am Freitag dann:

  • Super Motherload
  • Onitama (2 mal) NEU! (Ersteindruck folgt am Mittwoch)

Am Samstag waren wir zu Besuch bei der Familie meines Mannes und haben dort ein paar Spiele mit einem seiner Brüder gespielt.

  • Tempel des Schreckens (2 mal)
  • Not Alone (2 mal)

Am Sonntag waren wir dann auch noch dort und haben noch ein wenig zu dritt gespielt.

  • Not Alone (2 mal)
  • Onitama (3 mal)

 

Spiel der Woche:

Not Alone. Auch vorher hat es Spaß gemacht, aber am Wochenende waren die Partien zu dritt wirklich spannend. Es war so noch einen Ticken besser als vorher. Sowohl das Wesen, als auch die Forscher haben gewonnen und jeder hat mal das Wesen gespielt. Ein Spiel habe ich überragend gewonnen. Yeah. Das war toll. Ich gewinne sonst nicht so besonders häufig.

Was sonst noch spannend war:

  • Onitama ist neu in unserer Sammlung. Es konnte bisher wirklich überzeugen. Am Mittwoch wird ein Ersteindruck dazu online gehen.
Allgemein · Brettspiel · Top Listen

Top 5 Handgepäckspiele

Wie im Top 10 Reisespiele– Post angekündigt gibt es jetzt eine Top 5 meiner Handgepäckspiele. Damit sind Spiele gemeint, die sowohl ins Handgepäck passen, als auch schnell auf- und abbaubar sind. Außerdem sollten sie auch ein bisschen Rütteln und Schütteln aushalten.

Top 5 ist in dem Fall etwas reißerisch, da dies auch die hauptsächlichen Spiele sind, die wir haben und auf die alle Kriterien zutreffen. Aber Top 5 hört sich einfach spannender an.

Noch dazu sind es auch noch eigentlich 6 Titel, weswegen Top 5 gefuscht ist. Aber was soll es. Was tut man nicht alles für die Kunst.

In diesem Fall hat auch die Reihenfolge der Spiele keine Bedeutung, da mir eine Positionierung der einzelnen Spiele wirklich schwer fiel.

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Bild: Pegasus
  • Brave Rats

Liebevoll wird es auch Loveletter für zwei Personen genannt. Ich habe nie Loveletter gespielt, wenn es aber so nur mit mehr Spielern ist, dann ist es bestimmt toll. Brave Rats von Seiji Kanai, erschienen bei Pegasus Spiele, ist ein extrem schnell gespieltes, simples Kartenspiel. Hauptsächlich geht es darum vorauszusehen, was der andere Spieler für Karten spielen wird und darauf mit einer eigenen Karte zu reagieren. Jeder Spieler hat 7 Karten und da es ein Zwei- Personen- Spiel ist braucht es insgesamt nur 14 Karten. Diese hält man auf der Hand und legt sie vor sich ab. Es braucht weder Platz noch einen besonders ebenen Untergrund. Perfekt für das Handgepäck und perfekt, um es im Flugzeug oder beim Warten auf dieses am Flughafen zu spielen. Zwar ist es kein Spiel, das man wirklich lange am Stück spielen kann, aber das ist ja für Handgepäckspiele auch nicht nötig^^.

  • Nochmal!

Ein Würfelspiel von Inka und Markus Brandt bei Schmidt Spiele erschienen, bei dem 6 Würfel, ein Blatt pro Person und je ein Stift benötigt werden. Nochmal! kann unter die kniffelartigen Spiele gepackt werden. Würfelwürfe werden nach bestimmten Regeln aufgeschrieben und jeder Spieler möchte die meisten Punkte erreichen, um zu siegen.
Für das Würfeln wird natürlich eine ebene Unterlage benötigt, aber das ist zum Glück ja meist gegeben. Rütteln und Schütteln hält es aus. Oder zumindest lässt es sich in dem Fall schnell wegpacken und später weiterspielen, wenn sich die Spieler merken wer den nächsten Zug macht. Würfelspiele sind aber natürlich durch den „Würfellärm“ nur bedingt für ruhige Phasen im Flugzeug zu gebrauchen. Demnächst erscheinen auch drei neue Blöcke (soweit ich weiß), so dass auch für Nachschub gesorgt sein dürfte.

  • Qwixx/ Qwinto

Für die beiden Spiele, bei NSV erschienen, gilt eigentlich komplett das Gleiche, wie für Nochmal!. Im Top 10 ReisespieleTop 10 Reisespiele– Beitrag habe ich schon etwas zu den Spielen geschrieben. Wen es interessiert, der kann gerne dort nachsehen.

New Beasts in Town
Foto: (Brett)Spielerfrau
  • Beasty Bar/ New Beasts in Town

Ein Kartenspiel von Stefan Kloß, bei Zoch Spiele erschienen, das mit wenigen Karten auskommt. Beide Spieler haben, wie bei Brave Rats, dieselben Karten zu Anfang. Allerdings sind hier nicht alle gleichzeitig auf der Hand. Jedes Beast oder Tier hat bestimmte Fähigkeiten und bringt unterschiedlich viele Punkte, wenn es in die Disko hineinkommt. Die Disko ist eine Auslage von zwei Karten zwischen der Platz für 5 weitere Karten sein muss. Außerdem muss noch Platz für einen Ablagestapel sein, auf den die Tiere kommen, die rausgeworfen wurden und einen weiteren auf den die Tiere kommen, die in die Disko hineingehen.
Außerdem braucht jeder Spieler einen Nachziehstapel.
Ihr merkt schon es ist etwas mehr Auslage nötig, als bei den anderen Spielen. Trotzdem ist es schnell auf- und abgebaut und es spielt sich ziemlich zügig. Der Clou beim Spiel sind die verschiedenen Fähigkeiten der Tiere, die geschickt eingesetzt werden wollen und interessante taktische Möglichkeiten und Entscheidungen ermöglichen.

Beasty Bar Auslage
Foto: (Brett)Spielerfrau

Außerdem ist die Grafik grandios. Ich finde immer wieder Details bei den Tierkarten, die mich zum lächeln bringen.

Tides of Madness
Foto: (Brett)Spielerfrau
  • Tides of Madness

Wieder etwas weniger Platz braucht dieses Kartenspiel, von Kristian Curla bei Pegasus Spiele erschienen. Dabei handelt es sich um eine Reimplementation von Tides of Time mit ein paar kleineren Zusatzregeln. Theoretisch braucht jeder Spieler vor sich nur Platz für eine Auslage von 7, allerdings relativ großen, Karten. Bei diesen ist aber letztlich nur der obere Teil wichtig, weswegen die Karten auch sehr gut gestapelt werden können. So passt es auch bequem auf die Tische in Zug, Flugzeug und so weiter.

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Spiel des Jahres Gewinner 2017

Heute wurden die Gewinner veröffentlicht.

Spiel des Jahres ist Kingdomino.

Kennerspiel des Jahres ist die Exit Reihe von Kosmos.

Passenderweise habe ich zu beiden schon etwas geschrieben, wie ihr in den Verlinkungen nochmal nachlesen könnt.

Ich finde beides sind wirklich würdige Gewinner. Die Exit- Reihe bzw. die Spiele, die ich gespielt habe, haben von mir eine 10er Bewertung bekommen und ich bin heiß auf jedes Spiel. Die Spiel des Jahres Jury war offensichtlich auch begeistert.

Kingdomino bringt, wie auch die Spiel des Jahres Jury schreibt, das alte Dominoprinzip auf einen neue Ebene. Dabei macht es einfach viel Spaß.

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerspiele, -Autoren, -Verlage und alle die hinter den Spielen stehen.