9/ 10 Punkten · Bewertung · Brettspiel · Rezension

Qwixx – schnelle Würfelspiele Teil 1

Ab heute wird für drei Wochen eine kleine Würfelspielreihe starten. Teil 1 meiner Reihe kleiner Würfelspiele, die wir schon wirklich oft gespielt haben ist: Qwixx.

Qwixx kleinVerlag: Nürnberger Spielkartenverlag (NSV)
Autor: Steffen Benndorf
Spieleranzahl: 2 – 5
Alter: 8+
Zeit: 10 – 15 Minuten
Jahr: 2012

Wie geht es?

Qwixx spielt sich denkbar einfach. Jeder Spieler hat ein Blatt aus dem Spielblock und einen Stift vor sich. Nacheinander sind die Spieler an der Reihe und würfeln dabei die sechs Würfel. Von den Würfeln sind zwei weiß und die anderen vier rot, blau, grün und gelb. Der Spieler, der gewürfelt hat, sagt die Zahl der weißen Würfel an und alle Spieler dürfen diese Zahlen in eine beliebige Reihe eintragen. Der Trick an der Sache ist, dass sobald eine Zahl angekreuzt wurde, keine Zahl links davon mehr angekreuzt werden darf.

Qwixx Inhalt
Der Spieler, der an der Reihe ist, darf dann zusätzlich eine Zahl eintragen, die er aus einem weißen und einem bunten Würfel bildet. Diese Zahl darf dann in die passende Farbreihe eingetragen werden.
Das Spiel ist beendet, wenn zwei Reihen abgeschlossen sind und damit dann auch die beiden passenden farbigen Würfel aus dem Spiel genommen werden.
Eine Reihe ist abgeschlossen, wenn die letzte Zahl der Reihe gewürfelt und eingetragen wird. Dies ist aber nur dann erlaubt, wenn mindestens fünf Kreuze in dieser Reihe gemacht wurden. Der- oder diejenigen Spieler, der oder die (gleichzeitig) ein Kreuz auf der letzten Zahl machen, dürfen dann auch noch das Schloss am Ende der Reihe abkreuzen.
Der Spieler, der an der Reihe ist, muss immer eine Zahl eintragen. Zuerst die Zahl der weißen Würfel, dann die der bunten. Er muss nicht beide Zahlen eintragen, kann es aber. Wenn er keine Zahl nutzen kann, dann muss der Spieler einen Fehlwurf nehmen und dort ein Kreuz machen. Wenn ein Spieler vier Fehlwürfe hat, dann ist das Spiel auch beendet.

Wer gewinnt?

Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Am Ende des Spieles ermitteln alle Spieler ihre Punkte, indem sie alle ihre Kreuze zählen. Für die Anzahl der Kreuze gibt es pro Farbe Punkte, wobei es sich mehr lohnt viele Kreuze bei einer Farbe zu haben, als dieselbe Anzahl verteilt auf mehrere Farben. Von den sich daraus ergebenden Punkten werden noch die Kreuze für Fehlwürfe (pro Kreuz -5 Punkte) abgezogen und so hat jeder Spieler seine Endpunktzahl ermittelt.

Meine Meinung

Ich spiele total gerne Qwixx und zwar immer wieder. Das sieht man auch gut an der wirklich abgespielten Verpackung und den sehr dünnen Blöcken.
Wir haben verschiedene Blöcke und haben diese schon sehr viel gespielt. Auf einigen Blöcken sind kaum noch Blätter.
Das liegt vor Allem daran, dass Qwixx total schnell gespielt ist und dabei Spaß macht. Wie bei jedem Würfelspiel ist viel Glück dabei, aber bei 10- 15 Minuten Spielen ist das zu verkraften. Toll ist, dass alle Spieler immer etwas zu tun haben. Auch wenn der Mitspieler an der Reihe ist, kann ich die weißen Würfel eintragen. Der Spieler, der an der Reihe ist, hat natürlich mehr Überlegungen und kann durchaus auch einen etwas längeren Zug machen, wenn er genau durchdenkt welche Zahlenkombinationen möglich sind und, ob die Zahl eingetragen wird oder nicht bzw. ob ein Fehlwurf genommen wird oder nicht.

Obwohl alle Spieler immer etwas zu tun haben, ist das Spiel nicht interaktiv und die Spieler nehmen keinen Einfluss auf die anderen Spielen. So nimmt man dem Gegner auch nicht die Würfel oder ähnliches.
Qwixx kann eigentlich mit jeder Gruppe gespielt werden. Es hat nicht viele Regeln und diese sind leicht verständlich. Es macht schnell Spaß und keiner langweilt sich. Es ist ein toller Absacker und ein toller Füller. Wir spielen es sehr gerne auch nebenbei während wir eine Serie schauen oder auch mal im Urlaub.
Ich bin ohnehin ein Fan von Würfelspielen und empfehle Qwixx voll und ganz.

8/10 Punkte

7/ 10 Punkten · Bewertung · Brettspiel · Rezension

Super Motherload

Super Motherload ist ein Brettspiel mit Deckbaumechanismus. Ich rezensiere hier die englische Version, die wir zuhause haben. Die Anleitung ist also auf englisch. Das Material selbst ist allerdings sprachneutral.

Super Motherload kleinVerlag: Roxley
Autor: Gavan Brown & Matt Tolman
Spieleranzahl: 2- 4
Alter: 14+
Zeit: 60 Minuten
Jahr: 2015

Thematisch sind wir auf dem Mars und die Solarus Kooperation hat eine Quelle für seltene Rohstoffe gefunden. Wir sind die Anführer einer Crew Pod-Piloten, die diese Rohstoffe abbauen. Wir haben die Erlaubnis den Profit in unsere Piloten zu investieren, um diese zu trainieren und ihre Fähigkeiten zu verbessern.

Super Motherload Spielaufbau

In der Realität bedeutet dies, dass jeder Spieler vier verschieden farbige (rot, blau, gelb und bunt) Decks vor sich liegen hat. Diese unterscheiden sich in ihren Fähigkeiten. Das Startdeck aber ist bei allen Spielern gleich. Jeder Spieler hat jede Runde zwei Aktionen und kann mit diesen entweder Karten von der Hand ausspielen oder zwei Karten nachziehen. Der Spieler kann gleichfarbige Karten zusammen abspielen, um dann mit jedem Bohrsymbol ein Feld in den Boden zu bohren. Die Symbole, die dabei abgedeckt werden, darf der Spieler dann nutzen. Meist sind dies verschiedene Rohstoffe, die unterschiedlich viel wert sind. Diese können dann (alle auf einmal) auf eines der vier Decks gelegt werden. Sobald der angegebene Wert erreicht ist, wird die jeweilige Karte damit gekauft und der Effekt, der unten auf der Karte angegeben ist, ausgeführt. Dann kommt die Karte auf den Ablagestapel und gehört dann ab dem nächsten Mischen in den Nachziehstapel.

Super Motherload Spielaufbau 2

Ganz so einfach ist es allerdings nicht.
Denn die Tunnel, die man gräbt, müssen einige Regeln befolgen. Wenn die Felder rot umrandet sind, kann dort nur mit roten Karten gegraben werden. In den anderen Farben ebenso. Wenn dort Steine liegen, kann dort nur gesprengt werden oder mit einem bestimmten Bohrsymbol gebohrt werden.

Super Motherload Spielkarten

Ich will hier nicht zu sehr in die Tiefe gehen, aber es gibt neben dem Deckbaumechanismus also auch einen Teillegemechanismus, die eng miteinander zusammenhängen. Mein Deck verbessere ich mit den „erbohrten“ Teilen und die Karten benötige ich wiederum um effektiver bohren zu können. Beides will also durchdacht werden. Das Spiel endet, wenn alle Artefakt-Teile abgebaut wurden. Solche gibt es nämlich auch noch auf dem Brett. Diese geben beim Überbohren jeweils einen speziellen Chip, der verschiedene einmalige Boni bzw. Siegpunkte fürs Spielende bringen kann. Der Gewinner ist überraschenderweise derjenige, der die meisten Siegpunkte sammelt. Je teurer die erworbenen Karten sind, desto mehr Siegpunkte bringen diese. Außerdem haben die teureren Karten natürlich auch bessere Fähigkeiten und bauen somit das Deck besser aus. Wenn bestimmte Kartenzusammensetzungen oder Rohstoffverteilungen erfüllt sind, können die Spieler, während des Spiels außerdem silberne oder goldene Zielkarten erfüllen, die auch noch viele Punkte bringen können. (Minor oder Major Goals)

Super Motherload Ziele

Grafik

Die Illustrationen sind comicartig und recht speziell. Mir persönlich gefallen sie leider nicht so gut. Ich finde sie nicht schrecklich, aber ich mag sie auch nicht. Die verschiedenen Figuren sind auf jeden Fall markant und anders als in vielen anderen Spielen. Trotzdem gefällt sie mir einfach nicht. Ist aber natürlich Geschmackssache.

Super Motherload Detail Karte

Unsere Spielerfahrung

Wie immer haben wir Super Motherload bei unseren knapp 15 Spielen größtenteils zu zweit gespielt. Ich verliere meist immer. Das passiert mir aber ohnehin häufig, von daher ist es nicht ungewöhnlich. Drei Spiele waren zu dritt. Das Spiel unterscheidet sich dabei nicht besonders und ist ein relativ schnell zu spielendes (normalerweise unter einer Stunde), besonderes Deckbauspiel.

Fazit

Ich spiele Super Motherload immer wieder gerne, schlag es aber nicht selbst vor.
Die Illustrationen sind nicht meins und ich bekomme einfach nicht den Dreh raus, um ein gutes Spiel zu spielen. Selbst, wenn ich denke, dass es gut läuft, verliere ich am Ende. Wie schon erwähnt, passiert mir das häufig, aber hier habe ich noch NIE gewonnen. Ich vermute mal, dass das auch Einfluss auf meine Bewertung hat. Ich weiß, dass Super Motherload vielen Spielern sehr gut gefallen könnte , mir „nur“ gut. Zum Glück sind Geschmäcker bekanntlich verschieden.
Mir gefällt der Tunnelbau/ Grabmechanismus. Ich plane auch gerne welche Karten ich wann spiele um wann welche Tunnel zu graben.
Mir gefällt auch die Möglichkeit Ziele zu erfüllen. Dadurch können sich die Spieler schon zwischendurch Siegpunkte schnappen und man hat konkrete Aufgaben, auf die man hinarbeiten kann. Außerdem finde ich auch die Verbesserungsmöglichkeit des Decks durch die Verteilung der Rohstoffe gut. Ich finde es spannend zu überlegen wo ich welchen Rohstoff hinlegen sollte. Durch die kleinen Belohnungen, die sofort beim Kauf eintreten, haben verschiedene Entscheidungen auch verschiedene Ergebnisse.
Alles in Allem gefallen mir alle Mechanismen. Trotzdem bekommt es bei mir keine hohe Wertung.
Das liegt am Spielgefühl und für mich fehlt ein wenig der Fluss. Irgendwie fehlt mir das gewisse Extra, aber ich kann trotzdem jedem, der Deckbauspiele gerne mag, empfehlen das Spiel zumindest mal auszuprobieren.

 

7/10

 

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Top 5 Handgepäckspiele

Wie im Top 10 Reisespiele– Post angekündigt gibt es jetzt eine Top 5 meiner Handgepäckspiele. Damit sind Spiele gemeint, die sowohl ins Handgepäck passen, als auch schnell auf- und abbaubar sind. Außerdem sollten sie auch ein bisschen Rütteln und Schütteln aushalten.

Top 5 ist in dem Fall etwas reißerisch, da dies auch die hauptsächlichen Spiele sind, die wir haben und auf die alle Kriterien zutreffen. Aber Top 5 hört sich einfach spannender an.

Noch dazu sind es auch noch eigentlich 6 Titel, weswegen Top 5 gefuscht ist. Aber was soll es. Was tut man nicht alles für die Kunst.

In diesem Fall hat auch die Reihenfolge der Spiele keine Bedeutung, da mir eine Positionierung der einzelnen Spiele wirklich schwer fiel.

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Bild: Pegasus
  • Brave Rats

Liebevoll wird es auch Loveletter für zwei Personen genannt. Ich habe nie Loveletter gespielt, wenn es aber so nur mit mehr Spielern ist, dann ist es bestimmt toll. Brave Rats von Seiji Kanai, erschienen bei Pegasus Spiele, ist ein extrem schnell gespieltes, simples Kartenspiel. Hauptsächlich geht es darum vorauszusehen, was der andere Spieler für Karten spielen wird und darauf mit einer eigenen Karte zu reagieren. Jeder Spieler hat 7 Karten und da es ein Zwei- Personen- Spiel ist braucht es insgesamt nur 14 Karten. Diese hält man auf der Hand und legt sie vor sich ab. Es braucht weder Platz noch einen besonders ebenen Untergrund. Perfekt für das Handgepäck und perfekt, um es im Flugzeug oder beim Warten auf dieses am Flughafen zu spielen. Zwar ist es kein Spiel, das man wirklich lange am Stück spielen kann, aber das ist ja für Handgepäckspiele auch nicht nötig^^.

  • Nochmal!

Ein Würfelspiel von Inka und Markus Brandt bei Schmidt Spiele erschienen, bei dem 6 Würfel, ein Blatt pro Person und je ein Stift benötigt werden. Nochmal! kann unter die kniffelartigen Spiele gepackt werden. Würfelwürfe werden nach bestimmten Regeln aufgeschrieben und jeder Spieler möchte die meisten Punkte erreichen, um zu siegen.
Für das Würfeln wird natürlich eine ebene Unterlage benötigt, aber das ist zum Glück ja meist gegeben. Rütteln und Schütteln hält es aus. Oder zumindest lässt es sich in dem Fall schnell wegpacken und später weiterspielen, wenn sich die Spieler merken wer den nächsten Zug macht. Würfelspiele sind aber natürlich durch den „Würfellärm“ nur bedingt für ruhige Phasen im Flugzeug zu gebrauchen. Demnächst erscheinen auch drei neue Blöcke (soweit ich weiß), so dass auch für Nachschub gesorgt sein dürfte.

  • Qwixx/ Qwinto

Für die beiden Spiele, bei NSV erschienen, gilt eigentlich komplett das Gleiche, wie für Nochmal!. Im Top 10 ReisespieleTop 10 Reisespiele– Beitrag habe ich schon etwas zu den Spielen geschrieben. Wen es interessiert, der kann gerne dort nachsehen.

New Beasts in Town
Foto: (Brett)Spielerfrau
  • Beasty Bar/ New Beasts in Town

Ein Kartenspiel von Stefan Kloß, bei Zoch Spiele erschienen, das mit wenigen Karten auskommt. Beide Spieler haben, wie bei Brave Rats, dieselben Karten zu Anfang. Allerdings sind hier nicht alle gleichzeitig auf der Hand. Jedes Beast oder Tier hat bestimmte Fähigkeiten und bringt unterschiedlich viele Punkte, wenn es in die Disko hineinkommt. Die Disko ist eine Auslage von zwei Karten zwischen der Platz für 5 weitere Karten sein muss. Außerdem muss noch Platz für einen Ablagestapel sein, auf den die Tiere kommen, die rausgeworfen wurden und einen weiteren auf den die Tiere kommen, die in die Disko hineingehen.
Außerdem braucht jeder Spieler einen Nachziehstapel.
Ihr merkt schon es ist etwas mehr Auslage nötig, als bei den anderen Spielen. Trotzdem ist es schnell auf- und abgebaut und es spielt sich ziemlich zügig. Der Clou beim Spiel sind die verschiedenen Fähigkeiten der Tiere, die geschickt eingesetzt werden wollen und interessante taktische Möglichkeiten und Entscheidungen ermöglichen.

Beasty Bar Auslage
Foto: (Brett)Spielerfrau

Außerdem ist die Grafik grandios. Ich finde immer wieder Details bei den Tierkarten, die mich zum lächeln bringen.

Tides of Madness
Foto: (Brett)Spielerfrau
  • Tides of Madness

Wieder etwas weniger Platz braucht dieses Kartenspiel, von Kristian Curla bei Pegasus Spiele erschienen. Dabei handelt es sich um eine Reimplementation von Tides of Time mit ein paar kleineren Zusatzregeln. Theoretisch braucht jeder Spieler vor sich nur Platz für eine Auslage von 7, allerdings relativ großen, Karten. Bei diesen ist aber letztlich nur der obere Teil wichtig, weswegen die Karten auch sehr gut gestapelt werden können. So passt es auch bequem auf die Tische in Zug, Flugzeug und so weiter.

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Spiel des Jahres Gewinner 2017

Heute wurden die Gewinner veröffentlicht.

Spiel des Jahres ist Kingdomino.

Kennerspiel des Jahres ist die Exit Reihe von Kosmos.

Passenderweise habe ich zu beiden schon etwas geschrieben, wie ihr in den Verlinkungen nochmal nachlesen könnt.

Ich finde beides sind wirklich würdige Gewinner. Die Exit- Reihe bzw. die Spiele, die ich gespielt habe, haben von mir eine 10er Bewertung bekommen und ich bin heiß auf jedes Spiel. Die Spiel des Jahres Jury war offensichtlich auch begeistert.

Kingdomino bringt, wie auch die Spiel des Jahres Jury schreibt, das alte Dominoprinzip auf einen neue Ebene. Dabei macht es einfach viel Spaß.

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerspiele, -Autoren, -Verlage und alle die hinter den Spielen stehen.

 

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Top 10 Spiele, die ins Reisegepäck passen

Auch für mich geht es in den Sommerferien in den Urlaub. Unglücklicherweise sind wir durch meinen Job an die Ferien gebunden. Aber was soll man machen. Wir fliegen auf jeden Fall in den Urlaub.

Falls ihr noch andere Spieleempfehlungen für den Urlaub lesen möchtet, dann schaut doch mal hier vorbei. Dort findet ihr eine Blogparade, die es wert ist gelesen zu werden.

Jedenfalls… Die Frage, die sich natürlich stellt ist: Welche Spiele nehmen wir mit?
Wir fliegen zu zweit und somit mit zwei Koffern, je höchstens 20kg und da muss ja auch noch Kleidung und solche Dinge hineinpassen.
Also müssen die Spiele, die wir mitnehmen, vor allem klein und leicht sein. Für uns müssen sie außerdem zu zweit spielbar sein. Anders macht es keinen Sinn.

Zudem wird der Flug ziemlich lang sein, also kommt noch eine zweite Frage auf: Welche Spiele passen ins Handgepäck? Bei diesen Spielen muss dann noch zusätzlich gewährleistet sein, dass sie nicht viel Platz für die Auslage brauchen, also optimalerweise auf einen Flugzeugklapptisch passen und dort auch niemanden zu sehr nerven. Praktisch wäre außerdem, dass man die Spiele schnell zusammenpacken kann, ohne im dann neu anfangen zu müssen. Es ist ja im Flugzeug durchaus möglich, dass der Sitznachbar während des Fluges aufstehen möchte und die Spielenden ihr Spiel schnell einpacken müssen, um den Mitreisenden vorbei zu lassen.

Für die Handgepäckspiele wird in den nächsten Tagen ein weiterer Post folgen.

Schon auf unseren vorherigen Reisen durften natürlich immer einige Spiele mit uns reisen, die sozusagen schon reisegeprüft sind. Wie viele Spiele in unser Reisegepäck passen und dann mit dürfen, wird sich erst beim Packen herausstellen.

Auf unseren bisherigen Reisen haben wir übrigens einige Spiele dann auch umgepackt und in anderen Boxen transportiert. Das wird euch auch in meiner Top 10 auffallen. Nicht alle Spiele sind an sich klein. Sie lassen sich aber klein zusammenpacken. Bei uns reist nicht jedes Spiel in seiner eigenen Box, um Platz zu sparen.

Um die Spannung aufrecht zu erhalten fange ich hinten an mit Platz 10.

  1. Not Alone

     

     

Not Alone von Geek Attitude Games ist bisher noch nicht mitgereist, weil es recht neu in unserer Sammlung ist.
Da es eine kleine Box hat und nicht viel Zubehör zum Spielen braucht, ist es aber trotzdem auf meiner diesjährigen Liste für die besten Spiele für den Urlaub.

Auf dem Bild kann man gut sehen, dass auch noch durchaus Platz zum zusammenpacken gegeben ist. Die Box ist nicht voll.

  1. Sherlock Holmes Consulting Detective

Waaaas? Ja genau.

Von Consulting Detective (Ystari Games) nehmen wir meist einen Fall mit. Das bedeutet einfach nur, dass man zwei Hefte plus Anleitung mitnehmen muss. In diesem sind die benötigten Hinweise und alles Weitere, um die Fälle zu lösen. Außerdem benötigen die Spieler den Stadtplan und Stift und Papier, um die Hinweise zusammen zu tragen. Das ist wirklich nicht viel. Das Spiel ist nicht schnell gespielt und die Spieler brauchen auch etwas Ruhe. Aber um den Abend entspannt im Zimmer bei einem Glas Wein ausklingen zu lassen, ist es perfekt.

  1. Tiefseeabenteuer

Tiefseeabenteuer, erschienen bei Oink Games hat eine wirklich kleine Box, in der nur das nötigste drin ist. Perfekt zum mitnehmen. Es ist ein kleines, schnelles Spiel, das sich gut als Filler eignet oder um eine kurze Zeit zu überbrücken. Es ist kein Spiel, das man andauernd und am Stück spielt. Trotzdem ist es ein gutes Urlaubsspiel. Es ist klein und schnell und hat recht wenig Teile, die für den Aufbau nötig sind.

  1. Qwinto

Qwinto, bei NSV erschienen, ist ein kleines feines Würfelspiel, bei dem nur die Würfel, ein Block und Stifte nötig sind. Wir haben uns außerdem zwei Blätter laminiert. Deswegen müssen bei uns nur zwei laminierte Blätter, zwei Folienstifte und die drei Würfel mit. Also perfekt. Das nimmt weder viel Platz weg, noch ist es besonders schwer.

  1. 6 nimmt / X nimmt

Bis vor der letzten Spiel wäre es bei uns auf jeden Fall 6 nimmt (Amigo) gewesen. Das wurde bei uns aber von X nimmt abgelöst. Für mich ist es das bessere 6 nimmt. Es sind beides – egal welches man besser findet – kleine Schachteln, die problemlos ins Gepäck passen. Außerdem wiegen die Karten vermutlich nicht allzu viel.

5. Sylvion

Sylvion (2)

Sylvion und auch die anderen Oniverse Spiele nehmen wir gerne mit auf Reisen. Die Verpackungen sind klein und die Spiele sind kniffelig und trotzdem entspannt. Absolut empfehlenswert. Die Grafik ist sehr schön und die Verpackung ist wunderschön. Es ist ein echtes Erlebnis den Wald brennen zu sehen und das Feuer zu öffnen, um an den Rest zu kommen. Auch wenn ich immer Angst habe, das Inlay kaputt zu machen.

  1. Welcome (back) to the dungeon

Welcome to the dungeon und Welcome back to the dungeon, beide bei iello erschienen, lassen sich perfekt in eine Box packen. Beide sind dafür passend (sie haben ja auch die gleiche Größe). Es ist etwas gedrängt aber so passen alle Karten und Helden hinein. Ein kleines, schnelles Spiel, das immer wieder Spaß macht. Im Urlaub kann man es auch problemlos am Strand spielen oder auf der Sonnenliege. Bei uns wird es mit Sicherheit im Gepäck sein.

  1. Qwixx

Sowohl das „normale“ Qwixx, als auch Qwixx gemixxt und Qwixx Big Points (alle bei NSV erschienen) reisen immer gerne mit. Auch für Qwixx werden nur 4 Würfel, ein Block (oder auch 3) und Stifte benötigt. Also perfekt. In den Erweiterungen Qwixx gemixxt und Qwixx Big Points sind jeweils „nur“ neue Blöcke dabei. Deshalb kann man diese alle gut zusammenpacken. Der Block von den Big Points ist aber tatsächlich auch big. Deshalb passt dieser nicht in die Standard Qwixx Schachtel. Allerdings müssen ja auch nicht alle Blöcke mitreisen. 1 oder 2 sind bestimmt dabei. Außerdem kann man hier auch gut mit Qwinto kombinieren. Da in Qwinto dieselben Würfel bzw. einer weniger benötigt werden, kann man die Qwinto-Würfel einfach zu Hause lassen und nur die Schreibmaterialien einpacken und hat nochmal Platz gespart. Auch wenn 3 Würfel nicht besonders viel Platz wegnehmen. Ich spare Platz, wo es geht. Die Würfel haben auch übrigens nicht genau die gleiche Farbe, aber ob blau oder lila ist für mich für den Urlaub dann auch zu vernachlässigen 😉

  1. Sobek

Sobek (Game Works) hat sowohl eine kleine Box, als auch wenig Teile, die man gut zusammenpacken kann. Ich persönlich finde das Inlay von Sobek genial. Es ist sowohl praktisch, als auch schön, was man von einem Inlay nicht oft sagen kann. Ohne Inlay lässt es sich aber noch etwas kleiner zusammenpacken. Zudem ist das Spiel auch wirklich gut.

  1. Sentinels of the Multiverse

Sentinels of the Multiverse
Foto: (Brett)Spielerfrau

Das dürfte für die Meisten eine Überraschung sein. Ich kann einiges über Sentinels of the Multiverse (bei Greater Than Games erschienen) sagen, aber bestimmt nicht, dass es ein kleines Spiel ist. Vor allem nicht, wenn man wie wir alle Erweiterungen besitzt. ABER man kann es perfekt klein zusammenpacken. Es ist ja nicht nötig alle Helden, Villains und Environments mitzunehmen. Wir suchen uns meist je 2-4 villains und environments aus. Dazu dann um die 8 Helden und schon sind einige Spiele gesichert. Mit der App ist es noch nicht mal nötig die Punktechips oder Statusplättchen einzupacken. Für uns ist es das perfekte Urlaubsspiel.

Lasst euch übrigens nicht irritieren. Wir haben die sehr vielen Karten umgepackt in die leere Pandemic Legacy Box. Das passt momentan relativ gut. Allerdings wird es mit der nächsten Erweiterung nicht mehr passen. Außerdem stauben die Karten so ein, weil der Deckel nicht passt. Optimal ist die Lagerung so also nicht. Aber was soll man machen. Bis wir eine bessere Lösung finden, bleibt es so.

Und zuletzt noch just for fun ein Bild des größten und kleinsten Reisespiel meiner Top 10.

größtes und kleinstes Spiel Vergleich
Foto: (Brett)Spielerfrau
8/ 10 Punkten · Bewertung · Brettspiel · Rezension · Spiel des Jahres 2017 Nominierung

Spiel des Jahres Nominierung 2017: Wettlauf nach El Dorado

Wettlauf nach El Dorado ist ein Deckbuilding Spiel, in dem zwei bis vier Spieler in einem, Überraschung, Wettlauf darum kämpfen als Erstes in El Dorado anzukommen.

Wettlauf nach El Dorado kleinVerlag: Ravensburger
Autor: Reiner Knizia
Spieleranzahl: 2- 4
Illustrator: Franz Vohwinkel
Alter: 10+
Zeit: 45-60 Minuten
Jahr: 2017

Das erste Spiel von Wettlauf nach El Dorado machte sofort Spaß. Der Einstieg gelingt schnell und reibungslos. Nach kurzer Regellektüre ist das Spiel sofort ohne weiteres in die Regeln schauen spielbar. Wir haben das Spiel hauptsächlich zu zweit gespielt, wie immer. Zwei Runden haben wir aber immerhin zu dritt gespielt. Beide Varianten machen Spaß.

Wettlauf nach El Dorado2
Foto: (Brett)Spielerfrau

Im Spiel zu zweit hat jeder Spieler zwei Figuren, die ans Ziel gelangen müssen. Im Spiel zu dritt (und zu viert) spielt jeder Spieler nur eine Figur, also sind nur drei Figuren auf dem Spielfeld.
Beide Varianten haben ihren Reiz. Im Spiel zu zweit hat der Spieler die Möglichkeit seine Karten für den einen oder den anderen Spieler auszuspielen. Deshalb kann man sich selbst nicht so einfach in Fallen manövrieren, in denen der Spieler man wegen seiner Karten festhängt. Im Spiel zu dritt dagegen hat man zwei Gegner, die unterschiedliche Taktiken verfolgen. Und beide Gegenspieler können natürlich den Weg verstellen. In Wettlauf nach El Dorado dürfen zwei Spieler (außer mit speziellen Höhlenteile aus einer Variante) nicht auf demselben Feld stehen und auch nicht über andere Figuren springen.

Aber wie spielt man Wettlauf nach El Dorado überhaupt?

Eine ausführlichere Erklärung findet ihr zum Beispiel hier . Kurz gesagt wird auf einem sehr variablen Spielbrett gespielt. Dieses kann nach Anleitung aufgebaut werden. Die Regel gibt aber auch Tipps, um ein eigenes Spielfeld aufzubauen.
Die Spieler müssen verschiedene Terrains überqueren, um nach El Dorado zu gelangen. Jeder Spieler hat zu Anfang ein Deck aus Karten. Jedes Deck ist dabei gleich. Mit diesen Karten werden die Terrains überquert und gleichzeitig auch neue Karten gekauft, um das Deck zu verbessern. Insoweit also im Kern ein klassisches Deckbauspiel, in welchem man ja standardmäßig zwischen Aktionen und dem Kaufen neuer Karten wechselt. Besonderheit des Spiels ist, dass man mit den Aktionen tatsächlich auf einem Brett Figuren bewegt.

Wettlauf nach El Dorado hoch
Foto: (Brett)Spielerfrau

Auf den Karten ist ein Terrain abgebildet, mit dem man die entsprechenden Felder auf dem Brett überqueren kann. Dabei kann auf den Karten das „Terrain“ (i.E. Dschungel, Wasser oder Wüste) 1 bis 4 mal abgebildet sein. Ist auf einer Karte ein Terrain mehrfach abgebildet, darf der Spieler mit dieser auf einmal auch mehrere Felder überqueren. Ein Kniff an der Sache ist aber, dass man nicht mehrere Karten nutzen darf, um auf ein Feld zu ziehen. Dazu muss man wissen, dass die verschiedenen Felder auf dem Brett jeweils eine unterschiedliche Anzahl an Symbolen zeigen.

Wettlauf nach El Dorado länglich

Auf ein Feld mit 3 Dschungel-Symbolen darf man also nur mit einer 3er oder 4er Dschungelkarte, nicht aber mit drei 1er Karten ziehen. Mit den Gold Karten können neue Karten gekauft werden, die das Deck allerdings größer machen. Dabei gibt es neben den schon beschriebenen „Terrain“-Karten auch klassischere Aktionskarten, die einem beispielsweise erlauben mehr Karten nachzuziehen oder Karten außerhalb der Auslage zu kaufen. Nicht alle Karten sind nämlich gleichzeitig verfügbar. Im Normalfall gibt es nur eine Auslage mit 6 verschiedenen Kartentypen, von denen es jeweils nur 3 Karten gibt. Nur aus diesen können neue Karten gekauft werden. Ist allerdings ein Stapel leer, kann von einem Kartenstapel (also auch einem außerhalb der Auslage, nennen wir diesen Bereich einmal „Markt“) gekauft werden. Dadurch rutscht der restliche Stapel dieser Karte in die Auslage und der „Markt“ ist wieder geschlossen.

Jede Runde ziehen die Spieler auf vier Karten auf und müssen mit diesen in der nächsten Runde weiter Richtung Ziel streben.
Das Spiel bringt durch den variablen Aufbau der Wegplatten die Möglichkeit in verschiedenen Schwierigkeiten zu spielen. Zudem gibt es mit den Höhlen noch eine Variante. Bei dieser kommen zusätzliche Aktionsmarker ins Spiel, welche einmalige Boni geben. Wenn der Spieler neben einer Höhle anhält und einen solchen Marker aufsammelt, kann er diese einsetzen und zusätzlich neben seinen Karten nutzen.

Wettlauf nach El Dorado 2
Foto: (Brett)Spielerfrau

Fazit

Letztendlich gibt es sehr viele Wettlaufspiele, bei denen die Spieler die Ersten sein wollen, um irgendwo anzukommen. Hier ist aber eine sehr gelungene Mischung aus Wettlaufspiel und Deckbuilder gelungen. Das Spiel ist wie erwähnt sehr variabel in seinem Aufbau. Außerdem gibt es verschiedene Herangehensweisen, um zu gewinnen. Der Spieler kann sowohl mit einem großen, als auch einem kleinen Deck zum Ziel gelangen. Auch muss ich mir beim Spiel überlegen, ob ich am Anfang direkt versuche meine Karten zu nutzen, um mein Deck zu verbessern oder mit „schlechteren“ Karten direkt Richtung Ziel marschiere.

Hervorzuheben ist für mich auch, dass der Spieler (anders als z.B. bei Dominion) am Ende seines Zuges die Möglichkeit hat zu entscheiden, ob er die nicht ausgespielten Karten auf der Hand behalten will und nur zusätzlich Karten ziehen möchte bis es vier Handkarten sind oder, ob er diese ablegen und vier neue Karten ziehen möchte.
Es sind immer wieder interessante Entscheidungen zu treffen. Zum Beispiel, ob der Spieler den kurzen, häufig schwierigeren Weg gehen möchte oder den längeren, aber einfacheren Weg. Es gibt auch Felder, mit denen ich mein Deck ausdünnen kann. Diese liegen aber oft nicht auf dem schnellsten Weg und führen zu Umwegen. Da muss man sich schon gut überlegen, ob sich das Ablegen lohnt.

Interessant finde ich auch die Idee, dass man nur ab und zu aus allen Karten beim Kauf wählen kann und im Normalfall auf die begrenzte Auslage angewiesen ist. Das führt dann, wenn man mal aus allen Karten wählen kann nämlich auch dazu, dass man sich gut überlegen muss, welche Karten man nimmt. Die können dann nämlich ja auch ohne weiteres von meinem Gegner gekauft werden. Mit mehr Spielern ist es außerdem auch so, dass es sein kann, dass man von bestimmten Karten gar keine bekommt und eventuell sogar gar nicht bekommen kann. Auch darauf muss man sich bei seinen Überlegungen einstellen.

Insgesamt gibt es viel zu bedenken, gleichzeitig schafft das Spiel es aber dennoch sehr zugänglich und unkompliziert zu sein, so dass ich die Einordnung der Jury als Spiel des Jahres auch gut nachvollziehen kann. Spätestens nach dem ersten Spiel sollte es auch für Nichtspieler oder Gelegenheitsspieler möglich sein das Spiel vernünftig spielen zu können. Ein Spieler mit mehr Erfahrung dürfte aber höhere Gewinnchancen haben (wie es ja auch meistens sein sollte).

Die Möglichkeit andere Spieler zu blockieren kann durchaus frustrierend sein, allerdings hat der betroffene Spieler immer die Möglichkeit einen Umweg zu gehen und kann dadurch selbst entscheiden, ob er in der „Falle“ stehen bleibt oder den langen Weg in Kauf nimmt. Außerdem kann er seinen Zug ja dann auch dafür neue und bessere Karten zu kaufen, weil jede Karte im Deck mindestens ein halbes Gold wert ist.
Ich wünsche mir in jedem Fall eine Erweiterung, die mehr Karten für noch mehr Abwechslung bringt. Denn die Karten sind immer alle im Spiel und deshalb nicht variabel.
Sogar mein Mann spielt Wettlauf nach El Dorado gern, obwohl er kein Fan von Deckbuildern ist.
Eine Kleinigkeit ist noch zu erwähnen. In der Anleitung ist uns zumindest ein Fehler aufgefallen. Im Aufbau für das Spielbrett Sumpfgebiete sind ein paar Teile vertauscht. G müsste F sein und M müsste K sein.

Ich spiele Wettlauf nach El Dorado gern und freue mich auf die weiteren Spiele.

8/ 10 Punkten

8/ 10 Punkten · Bewertung · Brettspiel · Rezension

NMBR9

NMBR9 ist ein cleveres und einfaches Puzzle-Spiel für 1-4 Spieler, das sich ein wenig wie ein Push-Your-Luck-Spiel anfühlt.

Verlag: ANMBR9 kleinbacusspiele
Autor: Peter Wichmann
Illustrator: Christian Fiore
Spieleranzahl: 1- 4
Alter: 8+
Zeit: ca. 20 Minuten
Jahr: 2017

NMBR9 spielen die bis zu 4 Spieler parallel zueinander und haben keinen Einfluss aufeinander. Letztendlich ist es also ein Solitär- Spiel, das man gleichzeitig spielt.
Die Regeln sind denkbar einfach.
Es gibt einen Stapel mit Karten, auf denen die Zahlen 0-9 jeweils zwei mal vorkommen. Dieser Stapel wird gemischt und nacheinander werden die Zahlen aufgedeckt.

NMBR9 Auslage früh
Foto: (Brett)Spielerfrau

Immer wenn eine Zahl aufgedeckt wird, nehmen sich die Spieler diese und legen sie vor sich aus. Die zweite Zahl muss dann angrenzend ausgelegt werden. Sobald mindestens zwei Zahlen ausliegen kann die dritte Zahl darauf platziert werden, wenn es passt. Eine Zahl auf einer höheren Ebene muss aber immer auf mindestens zwei darunterliegenden Zahlen liegen, sie darf nicht auf nur einer Zahl aufliegen. Außerdem muss sie auch angrenzend an eventuell schon vorhandene andere Zahlen auf der gleichen Ebene gelegt werden.
Außerdem dürfen die Zahlen nicht umgedreht werden. Also muss die bunte Seite immer oben liegen.

NMBR9 Auslage Ende
Foto: (Brett)Spielerfrau

Wenn der ganze Kartenstapel aufgedeckt und alle Zahlen ausgelegt sind, werden Punkte gezählt. Für die Zahlen auf der untersten Ebene, Ebene 0, gibt es keine Punkte. In der Ebene darüber werden die Zahlen mal 1 gezählt und für die danach mal 2, dann mal 3 und so weiter. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Grafik

Zur Grafik gibt es nicht allzuviel zu sagen. Die Zahlen sind in unterschiedlichen bunten Farben gedruckt und erinnern an Tetris. Hervorzuheben ist das tolle Inlay der Box, in der die Zahlen sortiert werden.

NMBR9 Box
Foto: (Brett)Spielerfrau

Unsere Spielerfahrung

Wie immer, haben wir meistens zu zweit gespielt und wenige Spiele zu dritt. Beides macht Spaß. Es macht an sich auch keinen Unterschied zu wie vielen Personen man spielt, da man nebeneinander spielt und keinen Einfluss auf das Spiel seiner Mitspieler hat. Mittlerweile haben wir auch schon fast 30 Runden gespielt.

Fazit

NMBR9 ist ein originelles Puzzle- Spiel, in dem die Spieler sowohl versuchen sich gegenseitig als auch sich selbst zu überbieten.
Die Entscheidungen sind schwieriger als man zunächst denkt. Wo lege ich die 3 jetzt am sinnvollsten hin? Drei Punkte sind nicht allzu viel, also lege ich es lieber auf Ebene 0, um meine Basis zu vergrößern oder doch lieber auf die Ebene darüber, wo das Teil perfekt passt? Aber drei Punkte sind eben nur drei Punkte.
So oder so ähnlich laufen die Überlegungen ab. Letztlich hat das Spielgefühl zumindest teilweise Ähnlichkeit mit Push-Your-Luck-Spielen. Die kniffligste Frage ist oft, ob und wann man in der nächsten Ebene bauen möchte oder ob man noch abwartet, weil als nächstes z.B. eine 9 kommen könnte und ich die nicht für Punkte anbauen kann, falls ich jetzt schon in der höheren Ebene baue.
Wie schon erwähnt spielen die Spieler bei NMBR9 eher Solitär nebeneinander. Das kann man als Kritikpunkt sehen. Ich selbst finde das nicht schlimm und versuche eher die Teile möglichst perfekt zu legen und so viele Punkte zu erreichen wie es geht. Außerdem hat man ja immer den Vergleich mit dem Gegner und kann rausfinden wer mit den gleichen Bedingungen das bessere Ergebnis rausholen konnte. Außerdem ist das Spiel auch angenehm kurz. Zu zweit können wir eine Runde auch mal in 5 Minuten oder nur wenig mehr spielen.
Das Stapeln der Zahlen kann manchmal etwas rutschig sein. Wenn schon drei Ebenen gelegt sind und der Spieler eine unbedachte Bewegung macht, ist schonmal schnell alles verrutscht. Das ist etwas fummelig, aber für mich kein großer Kritikpunkt.

Alles in allem ein schönes Spiel, das wir immer wieder gerne zwischendurch spielen (auch wenn es natürlich nichts für einen ganzen Abend ist).

8/10

7/ 10 Punkten · Bewertung · Brettspiel · Rezension

Sheep & Thief – Rezension

Das Erste, was mir ins Auge fiel, als wir Sheep & Thief auspackten war, dass die Grafik innen genauso und sogar noch niedlicher ist als außen. Ich würde sagen, dass es eine der süßesten Grafiken hat, die ich je gesehen habe. Da falle ich wohl auf die Kindchen- Schema- Falle rein. Egal warum, ich finde die Grafik toll. Wenn ihr eine andere Meinung zur Grafik lesen wollt, dann schaut doch mal hier.

Sheep & Thief kleines BildVerlag: Pegasus
Autor: Yuichi Sakashita
Illustrator: Wee Yee Chong
Spieleranzahl: 2- 4
Alter: 8+
Zeit: 20 -40 Minuten
Jahr: 2017

Sheep & Thief ist relativ neu in unserer Spielesammlung. Wir haben es aber schon einige Male gespielt.
Der Spieler will durch Legen von Karten auf seinem 4 x 4 großen Feld Wege, Schafe, Füchse, Flüsse und Hunde möglichst so organisieren, dass viele Punkte dabei herausspringen.
Wie immer wird hier keine genaue Erklärung erfolgen. Für eine genauere Erklärung schaut doch mal hier oder hier.

Letztlich legen die Spieler jedenfalls die Karten neben schon ausgelegten Karten passend an. Schafe auf den Karten werden direkt als Holz-Schaf daraufgestellt, diese können von Hunden bewegt und von Füchsen gefressen werden.
Der Clou an dem Fuchs ist der, dass jeder Spieler die Fuchsfigur auf dem gleichen Feld seines Spielfelds stehen hat. Wenn ein Spieler eine Karte mit einem Fuchs ausspielt, dann bewegt dieser den Fuchs auf seinem Feld. Auf den Feldern der Mitspieler wird dieser genauso auch bewegt und im Optimalfall erlegt der Fuchs dabei ein Schaf. Diese Schafe bekommt dann der Spieler, der den Fuchs bewegt hat in sein Gatter. Diese Punkte sind dann für den Spieler sicher.
Wie kommen die Spieler an die Karten fragt ihr euch vielleicht? Das geschieht durch einen Drafting-Mechanismus, in dem die Spieler jeweils vier Karten bekommen, eine behalten und drei weitergeben. Dafür bekommt der Spieler die Karten eines Mitspielers, sucht sich eine davon aus und gibt zwei weiter und so weiter bis jeder Spieler vier Karten hat.

Grafik

Zur Grafik habe ich ja schon was geschrieben. Einfach unglaublich niedlich. Besonders schön sind dabei die Details der Schäfchen, die auf ein Tablet gucken, aus dem Rücken eines anderen Schäfchen etwas stricken oder auch nur angeln. Außerdem ist der Hund im Trenchcoat mit roter Fliege mit einem Universalwerkzeug in der Hand und der Tardis im Rücken zu gut. Who Wer noch nicht weiß wer gemeint ist, hat die Serie wohl nicht gesehen. (So wie ich, die nur wenige Folgen gesehen hat und das unbedingt nachholen muss)

Unsere Spiele

Wir haben, außer in einem Spiel, immer zu zweit gespielt. Das eine Spiel war eine Runde zu dritt. Uns hat beides Spaß gemacht, jedoch fühlt es sich zu zweit taktischer an.
In unseren Spielen war es nicht möglich durch eine einzelne Strategie zu gewinnen. Nur auf den Fuchs zu gehen und diesen zu bewegen, um Schafe zu fangen, führt jedenfalls nach meiner Erfahrung im Spiel zu zweit nicht zum Sieg, kann den Gegner, wenn er nicht aufpasst aber durchaus ärgern. Ein bisschen vergleichbar mit den Militär- und Wissenschaftssiegen in 7 Wonders: Duel, da auch diese letztlich nur möglich sind, wenn der Gegner nicht aufpasst oder ein höheres Risiko geht, aber trotzdem eine realistische Möglichkeit sind.

Fazit

Sheep & Thief ist eine Mischung aus card drafting und tile laying, wobei für mich das drafting der wichtigere Mechanismus ist. Relativ oft steht dann mit den gedrafteten Karten nämlich quasi fest wohin ich sie setze, da man durch die Legeregeln (zumindest wenn man Flussteile verbaut hat) doch recht stark eingeschränkt werden kann. Wie schon erwähnt fühlt sich das Spiel zu zweit taktischer an und der Fuchs dürfte erst im Spiel zu mehr Spielern wirklich wichtig werden. Schon im Spiel zu dritt kam er bei uns häufiger Schafe klauend zum Einsatz. Leider kann es teilweise sehr frustrieren, wenn man nicht die benötigten Karten bekommt. Durch das Drafting hat man ein wenig mehr Einfluss auf die Karten, die man dann behält, aber nur minimal. Es ist deshalb also viel Glück bei der Kartenvergabe dabei. Bei mehr Spielern ist natürlich ein größerer Kartenpool in jeder Runde vorhanden, aber dafür darf man jedes Mal nur eine Karte behalten.
Trotzdem bleibt Sheep & Thief ein schnelles Spiel, weswegen es nicht allzu sehr ins Gewicht fällt, wenn man einmal das Gefühl hat auf den Sieg bei einem Spiel keinen wirklichen Einfluss zu haben. Es fühlt sich trotzdem immer entspannt an.
Negativ zu nennen ist, dass die Zielkarten meist recht wenig Einfluss auf den Spielausgang haben und wenig Variabilität bringen. Allerdings macht die Schwarzes Schaf Variante viel Spaß. Bei dieser startet ein schwarzes Schaf auf der Startkarte und je weiter dieses bewegt wird, desto mehr Punkte bringt dies am Ende ein. Wird das schwarze Schaf aber vom Fuchs gefangen, kommt es wieder ganz an den Anfang zurück und die Bewegungskarten wurden völlig verschwendet.

Ich spiele Sheep & Thief immer wieder gerne, es ist allerdings keines von den Spielen, nach denen ich denke „Wow, was für ein tolles, innovatives Spiel. Unglaublich“. Als Filler ist es aber auf jeden Fall gut geeignet und wird von uns gerne gespielt. Wie lange das Spiel dann letztlich auf Dauer motiviert wird sich auch noch zeigen müssen. Vielleicht mache ich mal in ein paar Monaten eine Nachbetrachtung dazu.

7/10

10/ 10 Punkten · Bewertung · Brettspiel · Kennerspiel des Jahres 2017 Nominierung

Kennerspiel des Jahres 2017 Exit – Das Spiel – spoilerfrei

Die Nominierung zum Kennerspiel des Jahres von Exit – Das Spiel war schon an sich für Viele eine Überraschung. Die Spiel des Jahres- Jury zeigte damit Mut neue Spielkonzepte zu nominieren. Doch damit nicht genug. Die Jury nominierte zudem das erste Mal eine Reihe von Spielen. Sie sprechen davon Exit – Das Spiel als Spielkonzept nominiert zu haben und im speziellen die bis dahin erschienen drei Spiele: Die verlassene Hütte, Die Grabkammer des Pharaos und Das geheime Labor.

Da dies ein spoilerfreier Beitrag ist, werde ich einiges auslassen oder nicht zu genau beschreiben.

Verlag: Kosmos
Autor: Inka & Markus Brand
Illustrator: Franz Vohwinkel
Spieleranzahl: 1 -6
Alter: 12+
Zeit:  45 bis 90 Minuten
Jahr 2017

Die Exit- Spiele nehmen das Prinzip der Escape- Räume, die momentan sehr beliebt sind, auf. In den Escape- Räumen wird eine Gruppe von Spielern in einem Raum eingeschlossen und muss in einer bestimmten Zeit verschiedene Rätsel lösen, um aus dem Raum zu „entkommen“.
Die Exit Spiele sind letztlich das Gleiche, nur in Brettspielform. Also werden die Spieler nicht in einen echten Raum eingeschlossen, sondern nur in einen imaginären und sie müssen dort Rätsel lösen.

Es startet immer mit einer Hintergrundgeschichte, die den Spielern erzählt wo sie sich befinden und wie sie in den Raum gekommen sind, aus dem sie entkommen wollen.
Von diesem Raum gibt es dann auch ein Bild, auf dem die Spielgruppe immer eine erste Rätselkarte finden kann, die dann bei den echten Rätselkarten aufgedeckt und gelesen werden kann. Dieses Rätsel löst die Gruppe gemeinsam, wenn sie kann und daraufhin tauchen weitere Rätsel auf. So geht es immer weiter. Wenn die Spielgruppe meint die Lösung gefunden zu haben, kann sie diese auf einer Kodier-Scheibe überprüfen. Anhand von Lösungskarten erfahren die Spieler dann, ob man Recht hatte oder nicht und was die Belohnung für die gelösten Rätsel ist.
Wenn die Spieler sich an einem Rätsel festbeißen und gemeinsam entscheiden, dass sie es nicht lösen können, können sie sich Tipps holen. Diese Tippkarten sind dann mit dem Symbol des Rätsels gekennzeichnet. Es gibt jeweils drei Tipps. Der erste Tipp gibt einen eher allgemeinen Hinweis, der zweite dann noch mehr Hinweise und der dritte Tipp gibt die Lösung vor.
So wird ausgeschlossen, dass die Spieler das Spiel nicht beenden können.

Jedes Spiel ist nur einmalig spielbar. Nach einmaligem Spielen sind nicht nur die Rätsel gelöst, sondern auch das Spielmaterial zerstört, bemalt, beschrieben, zerschnitten oder ähnliches.

Unsere Spielerfahrung

Wir haben zunächst in einer Gruppe zu viert Das geheime Labor gespielt. Wir haben weit mehr als die angegebene Zeit gebraucht und haben zwischendurch sehr festgehangen. Das kann aber auch an unserer kaum existenten Escape- Raum- Erfahrung gelegen haben. Außerdem fanden wir es recht schwierig zu viert an einem Heft zu rätseln. Es war noch in Ordnung so, aber zu 6 kann ich mir das kaum vorstellen. Das passt wohl auch zur Einschätzung der Spiel des Jahres- Jury, welche die Exit- Spiele auch (nur) für 1- 4 Spieler. Es will ja auch Jeder an den Rätseln teilhaben, in das Heft gucken und nicht nur zugucken. Es gab einige wirklich spannende Rätsel. Vor allem bei einem haben wir uns sehr schwer getan. Nachdem wir dann doch Hilfe brauchten, haben wir uns nach dem ersten Tipp doch entschieden, dass wir das Rätsel selbst lösen wollen. Das haben wir dann auch geschafft und waren total begeistert von der kreativen Lösung des Rätsels. Uns fiel es etwas schwer das Spielmaterial auch zu zerstören. Das ist bei einigen Rätseln nötig und fällt nicht immer leicht.

Insgesamt hat uns Das geheime Labor sehr viel Spaß gemacht und es war ein wirklich toller Abend. Wir waren außerdem sehr stolz auf uns und waren regelrecht euphorisch.

Ich habe mich auch vor Allem auf die weiteren Spiele gefreut.

Vor ein paar Wochen haben wir dann zu zweit Die Grabkammer des Pharaos gespielt.

Dieses Mal lief es wesentlich flüssiger und wir schafften es sogar das Spiel in der angegebenen Zeit zu schaffen. Wobei ich persönlich finde, dass die Zeit unerheblich ist. Wieder gab es vor allem ein Rätsel, das in meinem Gedächtnis hängengeblieben ist, bei dem es einen Wow- Effekt bei der Lösung gab. Bei einem Rätsel zerstörten wir versehentlich eine Karte, die wir noch brauchten, was uns etwas zurückwarf, aber letztendlich kein Problem war. Mir persönlich hat dieses Spiel sogar noch viel mehr Spaß gemacht als das vorherige. Mir gefiel das Thema etwas besser als in „Das geheime Labor“ und es lief wirklich flüssiger. Die Frage ist, ob es daran lag, dass wir nur zu zweit spielten oder ob es das Spiel selbst war oder die Gruppe. Warum auch immer – Die Grabkammer des Pharaos machte mir persönlich etwas mehr Spaß als Das geheime Labor.

Fazit

Exit – Das Spiel ist für Jeden zu empfehlen. Ich persönlich empfinde es allerdings eher als ein Event. Dadurch, dass es nur einmalig gespielt werden kann, ist jedes Spiel besonders. Man überlegt sich genau, mit wem man das Spiel spielen möchte und wann man das tut. Denn man sollte sich dafür Zeit nehmen und das Spiel ohne Störung genießen können.

Das Spielprinzip ist innovativ, allerdings sind mit Exit – Das Spiel weitere Escape- Raum- Spiele auf den Markt gekommen, weshalb es nicht einmalig ist. Die anderen Spiele haben wir aber noch nicht spielen können. Wir haben also auch keine Erfahrungen dazu wie diese sich im Vergleich zu Exit schlagen.

Negativ zu nennen ist neben der einmaligen Spielbarkeit auch die Müllproduktion. Denn das komplette Spiel wandert, nach einem Spiel, in den Müll. Das lässt sich bei dem Spielkonzept aber natürlich nur schwer zu vermeiden. Wen das aber besonders stört, der sollte sich dessen bewusst sein.

Trotzdem kann ich Jedem nur empfehlen sich ein Spiel zu besorgen und es zu testen. Dadurch, dass die Spiele für kleines Geld zu haben sind, lohnt sich der Kauf auf jeden Fall.

Man kann es vielleicht mit einem Kinobesuch mit Freunden vergleichen. Bei diesem Kinobesuch muss nur die ganze Gruppe soviel bezahlen, wie sonst eine Person.

Deshalb eine absolute Empfehlung von mir.

10/10 Punkten

 

9/ 10 Punkten · Bewertung · Brettspiel · Rezension · Spiel des Jahres 2017 Nominierung

Spiel des Jahres 2017: Kingdomino

Kingdomino ist ein Plättchen-Lege-Spiel, in dem 2 bis 4 Spieler mit dominoartigen Steinen versuchen möglichst viele Punkte mit ihrem Königreich zu erreichen.

Verlag:Kingdomino Packung Pegasus
Autor: Bruno Cathala
Illustrator: Cyril Bouquet
Spieleranzahl: 2- 4
Alter: 8+
Zeit: 15- 30 Minuten
Jahr: 2017

Kingdomino habe ich das erste mal auf der Spiel in Essen 2016 gespielt und es hat mir sofort gut gefallen. Die Regeln sind schnell erklärt und das Spiel ebenfalls schnell gespielt. Deshalb spielten wir auch sofort 2 Runden am Erklärbär-Tisch. Das Spiel wurde natürlich auch gekauft.

Grundsätzlich sucht der Spieler zuerst eines von vier ausliegenden Plättchen aus und legt dieses dann an sein Königreich an. Die qualitativ hochwertigen Plättchen sind zweigeteilt und jede Seite zeigt unterschiedliches Terrain. Wie aus Domino bekannt, können neue Plättchen nur an gleiches Terrain angelegt werden. Der Startpunkt ist das eigene Schloss, an das alle Terrains angelegt werden dürfen.
Punkte werden durch große Gebiete eines Terrains mit möglichst vielen Kronen erreicht, da Kronen mit Größe mal genommen werden.
Das Königreich der Spieler darf allerdings nicht größer werden als 7×7.

Kindomino Feld von oben
Foto: (Brett)Spielerfrau

Die Spieler können durch die Varianten „Harmonie“ und „Reich der Mitte“ weitere Punkte machen, indem sie alle ihre Spielsteine anlegen (keine Steine ablegen müssen, weil diese über das 7×7- Feld hinausgehen) bzw. sich ihr Schloss genau in der Mitte des Feldes befindet.

Spannend ist außerdem der Auswahlmechanismus der Plättchen.
Wie erwähnt liegen immer vier Plättchen aus. Diese werden von klein nach groß, entsprechend der Zahlen auf ihren Rückseiten sortiert ausgelegt. Auf jedem dieser Plättchen steht am Anfang ein Meeple von jedem Spieler (bei zwei Spielern je 2 Meeple). Jede Runde werden dann 4 neue Plättchen ausgelegt, die wieder sortiert auf dem Tisch liegen. Der Spieler, dessen Meeple auf der kleinsten Zahl steht, darf dann als erster wählen welches neu ausgelegte Plättchen er in der nächsten Runde anbauen möchte. Er nimmt sich dann das Plättchen, auf dem sein Meeple vorher stand und baut dieses an sein Königreich an.
Der Clou dabei ist natürlich, dass die Plättchen mit vielen Kronen, die also am Ende mehr Punkte bringen auch höhere Zahlen haben. Wer also ein Plättchen wählt, das viele Punkte bringt, ist in der nächsten Runde später dran bei der Auswahl.

Und jetzt habe ich schon viel mehr erklärt, als ich geplant hatte. Um das Spiel komplett zu verstehen, helfen immer Bilder gut. Deshalb empfehle ich euch, wenn ihr mehr wissen wollt, nach einem Erklärvideo zu suchen oder schaut euch das Video hunterundcron oder von rahdo an. Die Regeln sind aber auch problemlos mit dem Regelheft zu lernen.

Grafik

Die Grafik ist ansprechend und sehr detailliert und liebevoll gestaltet. Auf den ersten Blick wirken die Teile wie „Standard“ Wasser- Wiese- Getreide-Illustrationen. Auf den zweiten Blick kann man im Sumpf ein Ungeheuer entdecken, auf der Wiese den Schatten eines Drachens und im Wald kämpft ein möglicherweise bekannter Hobbit Jemand mit Stich einem leuchtenden Schwert gegen Kankra eine Riesenspinne.

Kingdomino Teil Wald mit Hobbit
Foto: (Brett)Spielerfrau

 

Unsere Spielerfahrung

Wir spielen Kingdomino immer mit den beiden genannten Varianten, die das Spiel, meiner Meinung nach, bereichern.
Hervorheben möchte ich auch die Variante „Das große Duell“. Dieses kann nur zu 2 gespielt werden, aber es werden alle Plättchen genutzt und nicht, wie sonst 12 pro Person. Dadurch weiß man genau welche Teile noch kommen und kann anders planen. Das Spiel dauert aber auch länger.

Bisher hat mir jedes Spiel in jeder Besetzung Spaß gemacht. Die Spiele sind schnell gespielt und auch gut neben viel Quatschen machbar.
Meistens haben wir das Spiel zu zweit gespielt. Der Nachteil dabei ist, dass nicht alle Teile im Spiel sind, weshalb schwieriger zu planen ist.
Wenige Spiele haben wir zu dritt gespielt. Dabei sind natürlich auch nicht alle Teile im Spiel, aber es fällt weniger ins Gewicht, als im Zwei-Spieler-Spiel.
Insgesamt ist das für uns aber kein wirklicher Nachteil, da bei einem 15-Minuten-Spiel ein gefühlter „Push-your-luck“-Mechanismus für uns kein Problem ist.
Noch weniger Spiele haben wir zu viert gespielt. Die zwei Mitspieler waren zwei Wenig-Spieler mit raschem Auffassungsvermögen. Für Beide war es gar kein Problem einzusteigen und einer der Beiden gewann sogar, obwohl mein Mann und ich das Spiel vorher einige Male gespielt hatten.

Die Regeln sind einfach, klar und ebenso einfach umsetzbar. Trotzdem gibt es harte Entscheidungen zu treffen. Möchte ich wirklich unbedingt dieses Teil und bin in der nächsten Runde erst als Letzter dran und habe dann keine Wahl, sondern muss das übriggebliebene Plättchen nehmen?!

Kingdomino Feld seitlich
Foto: (Brett)Spielerfrau

 

Fazit

Klare, einfache Regeln garantieren einen schnellen Einstieg und Spaß für jedes Alter. Es ist eine ordentliche Portion Glück mit im Spiel, die das Spiel aber nicht allein bestimmt.

Der Bietmechanismus, die liebevolle Grafik und die Varianten machen das Spiel zu etwas Besonderem.

Ich spiele Kingdomino jederzeit gern und kann es Jedem nur empfehlen. Ich freue mich sehr, dass es auf der Nominierungsliste zum Spiel des Jahres steht, was es voll und ganz verdient hat.

9/10 Punkten