9/ 10 Punkten · Bewertung · Brettspiel · Rezension

Qwixx – schnelle Würfelspiele Teil 1

Ab heute wird für drei Wochen eine kleine Würfelspielreihe starten. Teil 1 meiner Reihe kleiner Würfelspiele, die wir schon wirklich oft gespielt haben ist: Qwixx.

Qwixx kleinVerlag: Nürnberger Spielkartenverlag (NSV)
Autor: Steffen Benndorf
Spieleranzahl: 2 – 5
Alter: 8+
Zeit: 10 – 15 Minuten
Jahr: 2012

Wie geht es?

Qwixx spielt sich denkbar einfach. Jeder Spieler hat ein Blatt aus dem Spielblock und einen Stift vor sich. Nacheinander sind die Spieler an der Reihe und würfeln dabei die sechs Würfel. Von den Würfeln sind zwei weiß und die anderen vier rot, blau, grün und gelb. Der Spieler, der gewürfelt hat, sagt die Zahl der weißen Würfel an und alle Spieler dürfen diese Zahlen in eine beliebige Reihe eintragen. Der Trick an der Sache ist, dass sobald eine Zahl angekreuzt wurde, keine Zahl links davon mehr angekreuzt werden darf.

Qwixx Inhalt
Der Spieler, der an der Reihe ist, darf dann zusätzlich eine Zahl eintragen, die er aus einem weißen und einem bunten Würfel bildet. Diese Zahl darf dann in die passende Farbreihe eingetragen werden.
Das Spiel ist beendet, wenn zwei Reihen abgeschlossen sind und damit dann auch die beiden passenden farbigen Würfel aus dem Spiel genommen werden.
Eine Reihe ist abgeschlossen, wenn die letzte Zahl der Reihe gewürfelt und eingetragen wird. Dies ist aber nur dann erlaubt, wenn mindestens fünf Kreuze in dieser Reihe gemacht wurden. Der- oder diejenigen Spieler, der oder die (gleichzeitig) ein Kreuz auf der letzten Zahl machen, dürfen dann auch noch das Schloss am Ende der Reihe abkreuzen.
Der Spieler, der an der Reihe ist, muss immer eine Zahl eintragen. Zuerst die Zahl der weißen Würfel, dann die der bunten. Er muss nicht beide Zahlen eintragen, kann es aber. Wenn er keine Zahl nutzen kann, dann muss der Spieler einen Fehlwurf nehmen und dort ein Kreuz machen. Wenn ein Spieler vier Fehlwürfe hat, dann ist das Spiel auch beendet.

Wer gewinnt?

Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Am Ende des Spieles ermitteln alle Spieler ihre Punkte, indem sie alle ihre Kreuze zählen. Für die Anzahl der Kreuze gibt es pro Farbe Punkte, wobei es sich mehr lohnt viele Kreuze bei einer Farbe zu haben, als dieselbe Anzahl verteilt auf mehrere Farben. Von den sich daraus ergebenden Punkten werden noch die Kreuze für Fehlwürfe (pro Kreuz -5 Punkte) abgezogen und so hat jeder Spieler seine Endpunktzahl ermittelt.

Meine Meinung

Ich spiele total gerne Qwixx und zwar immer wieder. Das sieht man auch gut an der wirklich abgespielten Verpackung und den sehr dünnen Blöcken.
Wir haben verschiedene Blöcke und haben diese schon sehr viel gespielt. Auf einigen Blöcken sind kaum noch Blätter.
Das liegt vor Allem daran, dass Qwixx total schnell gespielt ist und dabei Spaß macht. Wie bei jedem Würfelspiel ist viel Glück dabei, aber bei 10- 15 Minuten Spielen ist das zu verkraften. Toll ist, dass alle Spieler immer etwas zu tun haben. Auch wenn der Mitspieler an der Reihe ist, kann ich die weißen Würfel eintragen. Der Spieler, der an der Reihe ist, hat natürlich mehr Überlegungen und kann durchaus auch einen etwas längeren Zug machen, wenn er genau durchdenkt welche Zahlenkombinationen möglich sind und, ob die Zahl eingetragen wird oder nicht bzw. ob ein Fehlwurf genommen wird oder nicht.

Obwohl alle Spieler immer etwas zu tun haben, ist das Spiel nicht interaktiv und die Spieler nehmen keinen Einfluss auf die anderen Spielen. So nimmt man dem Gegner auch nicht die Würfel oder ähnliches.
Qwixx kann eigentlich mit jeder Gruppe gespielt werden. Es hat nicht viele Regeln und diese sind leicht verständlich. Es macht schnell Spaß und keiner langweilt sich. Es ist ein toller Absacker und ein toller Füller. Wir spielen es sehr gerne auch nebenbei während wir eine Serie schauen oder auch mal im Urlaub.
Ich bin ohnehin ein Fan von Würfelspielen und empfehle Qwixx voll und ganz.

8/10 Punkte

7/ 10 Punkten · Bewertung · Brettspiel · Rezension

Super Motherload

Super Motherload ist ein Brettspiel mit Deckbaumechanismus. Ich rezensiere hier die englische Version, die wir zuhause haben. Die Anleitung ist also auf englisch. Das Material selbst ist allerdings sprachneutral.

Super Motherload kleinVerlag: Roxley
Autor: Gavan Brown & Matt Tolman
Spieleranzahl: 2- 4
Alter: 14+
Zeit: 60 Minuten
Jahr: 2015

Thematisch sind wir auf dem Mars und die Solarus Kooperation hat eine Quelle für seltene Rohstoffe gefunden. Wir sind die Anführer einer Crew Pod-Piloten, die diese Rohstoffe abbauen. Wir haben die Erlaubnis den Profit in unsere Piloten zu investieren, um diese zu trainieren und ihre Fähigkeiten zu verbessern.

Super Motherload Spielaufbau

In der Realität bedeutet dies, dass jeder Spieler vier verschieden farbige (rot, blau, gelb und bunt) Decks vor sich liegen hat. Diese unterscheiden sich in ihren Fähigkeiten. Das Startdeck aber ist bei allen Spielern gleich. Jeder Spieler hat jede Runde zwei Aktionen und kann mit diesen entweder Karten von der Hand ausspielen oder zwei Karten nachziehen. Der Spieler kann gleichfarbige Karten zusammen abspielen, um dann mit jedem Bohrsymbol ein Feld in den Boden zu bohren. Die Symbole, die dabei abgedeckt werden, darf der Spieler dann nutzen. Meist sind dies verschiedene Rohstoffe, die unterschiedlich viel wert sind. Diese können dann (alle auf einmal) auf eines der vier Decks gelegt werden. Sobald der angegebene Wert erreicht ist, wird die jeweilige Karte damit gekauft und der Effekt, der unten auf der Karte angegeben ist, ausgeführt. Dann kommt die Karte auf den Ablagestapel und gehört dann ab dem nächsten Mischen in den Nachziehstapel.

Super Motherload Spielaufbau 2

Ganz so einfach ist es allerdings nicht.
Denn die Tunnel, die man gräbt, müssen einige Regeln befolgen. Wenn die Felder rot umrandet sind, kann dort nur mit roten Karten gegraben werden. In den anderen Farben ebenso. Wenn dort Steine liegen, kann dort nur gesprengt werden oder mit einem bestimmten Bohrsymbol gebohrt werden.

Super Motherload Spielkarten

Ich will hier nicht zu sehr in die Tiefe gehen, aber es gibt neben dem Deckbaumechanismus also auch einen Teillegemechanismus, die eng miteinander zusammenhängen. Mein Deck verbessere ich mit den „erbohrten“ Teilen und die Karten benötige ich wiederum um effektiver bohren zu können. Beides will also durchdacht werden. Das Spiel endet, wenn alle Artefakt-Teile abgebaut wurden. Solche gibt es nämlich auch noch auf dem Brett. Diese geben beim Überbohren jeweils einen speziellen Chip, der verschiedene einmalige Boni bzw. Siegpunkte fürs Spielende bringen kann. Der Gewinner ist überraschenderweise derjenige, der die meisten Siegpunkte sammelt. Je teurer die erworbenen Karten sind, desto mehr Siegpunkte bringen diese. Außerdem haben die teureren Karten natürlich auch bessere Fähigkeiten und bauen somit das Deck besser aus. Wenn bestimmte Kartenzusammensetzungen oder Rohstoffverteilungen erfüllt sind, können die Spieler, während des Spiels außerdem silberne oder goldene Zielkarten erfüllen, die auch noch viele Punkte bringen können. (Minor oder Major Goals)

Super Motherload Ziele

Grafik

Die Illustrationen sind comicartig und recht speziell. Mir persönlich gefallen sie leider nicht so gut. Ich finde sie nicht schrecklich, aber ich mag sie auch nicht. Die verschiedenen Figuren sind auf jeden Fall markant und anders als in vielen anderen Spielen. Trotzdem gefällt sie mir einfach nicht. Ist aber natürlich Geschmackssache.

Super Motherload Detail Karte

Unsere Spielerfahrung

Wie immer haben wir Super Motherload bei unseren knapp 15 Spielen größtenteils zu zweit gespielt. Ich verliere meist immer. Das passiert mir aber ohnehin häufig, von daher ist es nicht ungewöhnlich. Drei Spiele waren zu dritt. Das Spiel unterscheidet sich dabei nicht besonders und ist ein relativ schnell zu spielendes (normalerweise unter einer Stunde), besonderes Deckbauspiel.

Fazit

Ich spiele Super Motherload immer wieder gerne, schlag es aber nicht selbst vor.
Die Illustrationen sind nicht meins und ich bekomme einfach nicht den Dreh raus, um ein gutes Spiel zu spielen. Selbst, wenn ich denke, dass es gut läuft, verliere ich am Ende. Wie schon erwähnt, passiert mir das häufig, aber hier habe ich noch NIE gewonnen. Ich vermute mal, dass das auch Einfluss auf meine Bewertung hat. Ich weiß, dass Super Motherload vielen Spielern sehr gut gefallen könnte , mir „nur“ gut. Zum Glück sind Geschmäcker bekanntlich verschieden.
Mir gefällt der Tunnelbau/ Grabmechanismus. Ich plane auch gerne welche Karten ich wann spiele um wann welche Tunnel zu graben.
Mir gefällt auch die Möglichkeit Ziele zu erfüllen. Dadurch können sich die Spieler schon zwischendurch Siegpunkte schnappen und man hat konkrete Aufgaben, auf die man hinarbeiten kann. Außerdem finde ich auch die Verbesserungsmöglichkeit des Decks durch die Verteilung der Rohstoffe gut. Ich finde es spannend zu überlegen wo ich welchen Rohstoff hinlegen sollte. Durch die kleinen Belohnungen, die sofort beim Kauf eintreten, haben verschiedene Entscheidungen auch verschiedene Ergebnisse.
Alles in Allem gefallen mir alle Mechanismen. Trotzdem bekommt es bei mir keine hohe Wertung.
Das liegt am Spielgefühl und für mich fehlt ein wenig der Fluss. Irgendwie fehlt mir das gewisse Extra, aber ich kann trotzdem jedem, der Deckbauspiele gerne mag, empfehlen das Spiel zumindest mal auszuprobieren.

 

7/10

 

Allgemein · Brettspiel · Ersteindruck

Ersteindruck Dice Forge

Dice Forge ist ein Dice Crafting, also ein Würfelbau- Spiel. Das ist schon mal direkt eine coole und innovative Prämisse.

Erst letzte Woche habe ich einen Ersteindruck zum letzten neuesten Spiel geschrieben und schon gibt es ein neues neuestes Spiel.
Dice Forge ist bei uns eingezogen.

Dice Forge Box kleinVerlag: ursprünglich Libellud; im deutschen Vertrieb Asmodee
Autor: Régis Bonnessée
Spieleranzahl: 2 – 4
Alter: 10+
Zeit: 45 Minuten

Wir haben mittlerweile drei Partien Dice Forge gespielt und ich fühle mich bereit einen Ersteindruck für euch zu verfassen.
In Dice Forge sind die Spieler Helden, die zu einem Halbgott werden wollen um so in die Reihen der Götter aufzusteigen. Die Götter haben einen Platz frei und nehmen den Helden auf, der die meisten bzw. die stärksten oder prestigeträchtigsten Monster besiegt.
Diese Monster oder Gegner bringen Ruhmespunkte ein und werden von den Helden durch Würfel besiegt. Oder eher durch die Ressourcen, die mit den Würfeln gesammelt werden.

Dice Forge Brett
Foto: (Brett)Spielerfrau

Jeder Spieler startet mit zwei Würfeln, die eine leicht unterschiedliche Farbe haben (die nur bei gutem Licht wirklich auseinanderzuhalten sind). Diese Würfel haben bei jedem Spieler die gleichen Startseiten. Die Seiten sind aber austauschbar. Für gesammeltes Gold können die Spieler neue Seiten kaufen, wodurch man seinen Würfel verbessern kann (und muss). Mit gesammelten Sonnen- und Mondsplittern werden verschiedene Monster besiegt und mit diesen werden Ruhmespunkte, aber auch einmalige oder dauerhafte Effekte gesammelt.
Die gesammelten Sonnen- und Mondsplitter und auch das Gold und die Ruhmespunkte werden auf einem Tableau markiert.

Dice Forge Spielertableau
Foto: (Brett)Spielerfrau

Nach neun Runden ist das Zwei-Spieler-Spiel zu Ende und die Ruhmespunkte werden gezählt. Der Spieler mit den meisten Ruhmespunkten gewinnt.

Mein Eindruck

Ich muss sagen, dass ich die Idee total genial finde, dass man Würfel „baut“ und somit für sich anpasst. Letztendlich ist dies natürlich ein Mechanismus, der etwas an ein Deckbauspiel. Der Unterschied ist, dass die Spieler in einem Deckbauspiel normalerweise sicher sein können, dass die Karten irgendwann auftauchen. In einem Würfelspiel kann ein Spieler natürlich nie sicher sein, dass der Würfel irgendwann auch die eben gekaufte super Seite zeigen wird. Möglicherweise kauft man eine Würfelseite und diese wird nie gewürfelt.
Das ist ein Risiko, das bei einem Würfelspiel aber immer besteht. Ich persönlich mag Würfelspiele sehr gern und habe daher auch keine Probleme mit dem dadurch bestehenden Glücksfaktor (den man ja ohnehin auch vorher schon kennt).

Das Material und vor allem das Inlay muss wirklich noch lobend erwähnt werden.
Jedes Teil hat seinen Platz und die Verpackung wird auch im Spiel eingebunden. In dieser ist der Marktplatz auf dem die Würfelseiten gekauft werden können. Es passt sogar graphisch aneinander.

Außerdem kann der Markt so zusammengeklappt werden und mit einem mitgelieferten breiten Gummiband zusammengehalten werden, dass die kleinen Einzelteile/ die Würfelseiten nicht durcheinanderkommen, egal wie die Box gelagert wird. Dafür gibt es von mir ein großes Lob.
Die Verpackung und das Inlay sind wirklich clever durchdacht.

Alles in Allem hat Dice Forge bei mir einen guten ersten Eindruck hinterlassen. Mir gefällt das Würfelbauen, auch wenn die Würfelseiten etwas schwierig zu ändern sind und ich nicht nur einmal eine Würfelseite durch den Raum geflitscht habe.
Das Thema finde ich nett, aber es ist nicht weiter erwähnenswert. Es passt aber auf jeden Fall zum Spiel.
Die Illustrationen sind schön und passend. Die Verpackung bzw. das Inlay sind wirklich toll.
Bisher hat sich bei mir aber (noch?) kein „Wow-Effekt“ eingestellt. Ich habe mir vielleicht mehr erhofft. Der Glücksfaktor bei dem Spiel ist auch ziemlich hoch. Das stört mich nicht unbedingt, da das bei einem Würfelspiel dazugehört. Trotzdem ist es für ein Würfelspiel dann doch ziemlich lang. Mit ca. 45 Minuten ist es kein kurzes Spiel. Trotzdem spielt es sich gefühlt recht flott. Ihr merkt vielleicht, dass ich hin und her gerissen bin.

Ich glaube aber, dass das Potenzial durchaus da ist und bin gespannt auf unsere nächsten Partien. Dann auch mal mit den anderen Karten und mehr Spielern.

Brettspiel · Ersteindruck

Ersteindruck: Onitama

Das neueste Spiel in unserer Spielesammlung ist Onitama von Pegasus Spiele.

Onitama Box klein

Verlag: Pegasus Spiele
Autor: Shimpei Sato
Spieleranzahl: 2
Alter: 10+
Zeit:15- 20 Minuten

 

 

Das Zwei-Spieler-Spiel von Shimpei Sato ist schnell gelernt und ebenso schnell gespielt.
„Ein einfaches und elegantes Spiel über taktische Kampfkunst.“, verspricht uns die Spielverpackung.
Das hat das Spiel in unseren ersten fünf Spielen auch erfüllen.

Onitama erinnert während des Spielens tatsächlich sehr an Schach. Obwohl es natürlich gleichzeitig nicht viel damit zu tun hat. Auf der schön gestalteten und sehr wertigen Spielmatte, die als Spielfeld fungiert, befindet sich ein 5×5 großes Feld, auf dem in den Farben rot und blau je ein Lehrmeister und 4 Schüler gegenüber Platz finden.

Dazu sind in jeder Partie 5 der insgesamt 16 Bewegungskarten im Spiel, die für die Bewegungen genutzt werden können. Jeder Spieler bekommt je zwei zufällige Bewegungskarten und eine Bewegungskarte wird rechts neben das Spielfeld (vom Startspieler aus gesehen) gelegt. Startspieler wird derjenige Spieler, dessen Farbe auf der fünften Karte farbig unten rechts in der Ecke angezeigt wird.

Der Rest ist denkbar einfach und trotzdem erstaunlich denkintensiv. Die Spieler sind abwechselnd an der Reihe und spielen eine ihrer Bewegungskarten mit einer beliebigen ihrer Spielfiguren aus. Dabei gelten lediglich die Regeln, dass die Figuren das Spielfeld nicht verlassen und nicht auf eigenen Figuren stehen bleiben dürfen. Wenn die Figuren aber auf ein Feld mit einer gegnerischen Figur ziehen, kommt diese Figur aus dem Spiel. Der Spieler gewinnt, der zuerst den Lehrmeister des gegnerischen Spielers besiegt oder mit seinem eigenen Lehrmeister das mittlere Feld, den Tempel, der gegnerischen Spielerseite betritt.

Onitama Figuren blau

Viel Grafik ist nicht zu bewundern, aber die Karten sind schlicht und trotzdem ansprechend gestaltet. Die Flavour- Texte sind liebevoll ausgesucht. Da ich der japanischen Schriftzeichen nicht mächtig bin, kann ich nicht bewerten, ob diese richtig sind bzw. was diese bedeuten. Sie sehen den jeweiligen Tieren aber verdächtig ähnlich. Egal wie, sie sind wirklich sehr schön und passend. Ich persönlich finde die asiatischen Schriftzeichen immer beeindruckend und schön anzusehen. Die Matte, ist wie schon erwähnt, schön gestaltet. Die Figuren fand ich persönlich vor allem auf Bildern und in Videos, die ich vorher gesehen hatte, nicht sehr ansprechend. In der Realität sind diese aber absolut in Ordnung, sogar recht schön. Trotzdem ist es nicht mein liebster Stil.

Die Anleitung ist einfach geschrieben und schnell verständlich. Auf wenigen Seiten werden die wenigen Regeln erklärt (mein Mann las diese zuerst und erklärte mir die Regeln).
Positiv hervorzuheben ist auch noch die Spielschachtel. Diese hat ein ungewöhnliches hohes Format mit einem Magnetverschluss. Wenn man diese aufklappt, kommt ein sinnvoll gestaltetes schönes Inlay zum Vorschein und verdient eine lobende Erwähnung.

Onitama Box eingeräumt

Mich konnte Onitama bisher überzeugen. Die kurzen Spiele sind denkintensiv und trotzdem einfach. Die Entscheidungen halten sich in Grenzen, trotzdem muss der Überblick behalten werden. Außerdem kann (und sollte) immer ein Stück vorausgeplant werden, da klar ist welche Bewegungskarte man als nächstes erhalten wird. Im Weiteren kann zumindest mitbedacht werden welche Karten der Gegner spielen kann und welche möglicherweise für ihn Sinn macht.

Onitama Schachtel

Ihr seht: Onitama ist ein abstraktes Spiel, bei dem Vorausplanung durchaus Sinn macht und gleichzeitig nicht zu weit führt, da eben die Aktionsmöglichkeiten eingeschränkt sind und auch davon abhängen, welche Karten der Gegner als nächstes wählt.

Für mich ist das Spiel bis jetzt ein Treffer und es hat uns auf jeden Fall bislang viel Spaß gemacht. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir noch viele Partien spielen werden und sehe auch, dass man mit entsprechender Erfahrung in dem Spiel viel besser werden wird. Ich freue mich schon darauf und hoffe auch noch auf eine volle Rezension, in der ich euch sagen kann, ob das Spiel auch auf längere Zeit Spaß gemacht hat. Ich muss allerdings zugeben, dass dieser Ersteindruck etwas länger geworden ist, als gedacht und schon sehr nah an eine Rezension rankommt. Aber der „Langzeitspaß“ zumindest wird darin noch eine zusätzliche Erwähnung finden können 😉

Onitama abklatschende Figuren

Allgemein · Brettspiel · Der spielerische Wochenrückblick

Spielerischer Wochenrückblick

Es ist Zeit für den spielerischen Wochenrückblick.

Montag waren wir bei meiner Mutter zu Besuch und haben drei Spiele gespielt.

  • 2 mal Bärenpark
  • Kniffel

und Dienstag haben wir immerhin ein Spiel geschafft.

  • Raptor

Am Mittwoch kamen einiges auf den Tisch.

  • Seasons
  • NMBR 9 (2 mal)
  • Qwixx gemixxt (2 mal)
  • Magic Maze (3 mal)

Am Donnerstag wurde nichts gespielt.

Am Freitag dann:

  • Super Motherload
  • Onitama (2 mal) NEU! (Ersteindruck folgt am Mittwoch)

Am Samstag waren wir zu Besuch bei der Familie meines Mannes und haben dort ein paar Spiele mit einem seiner Brüder gespielt.

  • Tempel des Schreckens (2 mal)
  • Not Alone (2 mal)

Am Sonntag waren wir dann auch noch dort und haben noch ein wenig zu dritt gespielt.

  • Not Alone (2 mal)
  • Onitama (3 mal)

 

Spiel der Woche:

Not Alone. Auch vorher hat es Spaß gemacht, aber am Wochenende waren die Partien zu dritt wirklich spannend. Es war so noch einen Ticken besser als vorher. Sowohl das Wesen, als auch die Forscher haben gewonnen und jeder hat mal das Wesen gespielt. Ein Spiel habe ich überragend gewonnen. Yeah. Das war toll. Ich gewinne sonst nicht so besonders häufig.

Was sonst noch spannend war:

  • Onitama ist neu in unserer Sammlung. Es konnte bisher wirklich überzeugen. Am Mittwoch wird ein Ersteindruck dazu online gehen.
Allgemein · Brettspiel · Top Listen

Top 5 Handgepäckspiele

Wie im Top 10 Reisespiele– Post angekündigt gibt es jetzt eine Top 5 meiner Handgepäckspiele. Damit sind Spiele gemeint, die sowohl ins Handgepäck passen, als auch schnell auf- und abbaubar sind. Außerdem sollten sie auch ein bisschen Rütteln und Schütteln aushalten.

Top 5 ist in dem Fall etwas reißerisch, da dies auch die hauptsächlichen Spiele sind, die wir haben und auf die alle Kriterien zutreffen. Aber Top 5 hört sich einfach spannender an.

Noch dazu sind es auch noch eigentlich 6 Titel, weswegen Top 5 gefuscht ist. Aber was soll es. Was tut man nicht alles für die Kunst.

In diesem Fall hat auch die Reihenfolge der Spiele keine Bedeutung, da mir eine Positionierung der einzelnen Spiele wirklich schwer fiel.

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Bild: Pegasus
  • Brave Rats

Liebevoll wird es auch Loveletter für zwei Personen genannt. Ich habe nie Loveletter gespielt, wenn es aber so nur mit mehr Spielern ist, dann ist es bestimmt toll. Brave Rats von Seiji Kanai, erschienen bei Pegasus Spiele, ist ein extrem schnell gespieltes, simples Kartenspiel. Hauptsächlich geht es darum vorauszusehen, was der andere Spieler für Karten spielen wird und darauf mit einer eigenen Karte zu reagieren. Jeder Spieler hat 7 Karten und da es ein Zwei- Personen- Spiel ist braucht es insgesamt nur 14 Karten. Diese hält man auf der Hand und legt sie vor sich ab. Es braucht weder Platz noch einen besonders ebenen Untergrund. Perfekt für das Handgepäck und perfekt, um es im Flugzeug oder beim Warten auf dieses am Flughafen zu spielen. Zwar ist es kein Spiel, das man wirklich lange am Stück spielen kann, aber das ist ja für Handgepäckspiele auch nicht nötig^^.

  • Nochmal!

Ein Würfelspiel von Inka und Markus Brandt bei Schmidt Spiele erschienen, bei dem 6 Würfel, ein Blatt pro Person und je ein Stift benötigt werden. Nochmal! kann unter die kniffelartigen Spiele gepackt werden. Würfelwürfe werden nach bestimmten Regeln aufgeschrieben und jeder Spieler möchte die meisten Punkte erreichen, um zu siegen.
Für das Würfeln wird natürlich eine ebene Unterlage benötigt, aber das ist zum Glück ja meist gegeben. Rütteln und Schütteln hält es aus. Oder zumindest lässt es sich in dem Fall schnell wegpacken und später weiterspielen, wenn sich die Spieler merken wer den nächsten Zug macht. Würfelspiele sind aber natürlich durch den „Würfellärm“ nur bedingt für ruhige Phasen im Flugzeug zu gebrauchen. Demnächst erscheinen auch drei neue Blöcke (soweit ich weiß), so dass auch für Nachschub gesorgt sein dürfte.

  • Qwixx/ Qwinto

Für die beiden Spiele, bei NSV erschienen, gilt eigentlich komplett das Gleiche, wie für Nochmal!. Im Top 10 ReisespieleTop 10 Reisespiele– Beitrag habe ich schon etwas zu den Spielen geschrieben. Wen es interessiert, der kann gerne dort nachsehen.

New Beasts in Town
Foto: (Brett)Spielerfrau
  • Beasty Bar/ New Beasts in Town

Ein Kartenspiel von Stefan Kloß, bei Zoch Spiele erschienen, das mit wenigen Karten auskommt. Beide Spieler haben, wie bei Brave Rats, dieselben Karten zu Anfang. Allerdings sind hier nicht alle gleichzeitig auf der Hand. Jedes Beast oder Tier hat bestimmte Fähigkeiten und bringt unterschiedlich viele Punkte, wenn es in die Disko hineinkommt. Die Disko ist eine Auslage von zwei Karten zwischen der Platz für 5 weitere Karten sein muss. Außerdem muss noch Platz für einen Ablagestapel sein, auf den die Tiere kommen, die rausgeworfen wurden und einen weiteren auf den die Tiere kommen, die in die Disko hineingehen.
Außerdem braucht jeder Spieler einen Nachziehstapel.
Ihr merkt schon es ist etwas mehr Auslage nötig, als bei den anderen Spielen. Trotzdem ist es schnell auf- und abgebaut und es spielt sich ziemlich zügig. Der Clou beim Spiel sind die verschiedenen Fähigkeiten der Tiere, die geschickt eingesetzt werden wollen und interessante taktische Möglichkeiten und Entscheidungen ermöglichen.

Beasty Bar Auslage
Foto: (Brett)Spielerfrau

Außerdem ist die Grafik grandios. Ich finde immer wieder Details bei den Tierkarten, die mich zum lächeln bringen.

Tides of Madness
Foto: (Brett)Spielerfrau
  • Tides of Madness

Wieder etwas weniger Platz braucht dieses Kartenspiel, von Kristian Curla bei Pegasus Spiele erschienen. Dabei handelt es sich um eine Reimplementation von Tides of Time mit ein paar kleineren Zusatzregeln. Theoretisch braucht jeder Spieler vor sich nur Platz für eine Auslage von 7, allerdings relativ großen, Karten. Bei diesen ist aber letztlich nur der obere Teil wichtig, weswegen die Karten auch sehr gut gestapelt werden können. So passt es auch bequem auf die Tische in Zug, Flugzeug und so weiter.

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Spiel des Jahres Gewinner 2017

Heute wurden die Gewinner veröffentlicht.

Spiel des Jahres ist Kingdomino.

Kennerspiel des Jahres ist die Exit Reihe von Kosmos.

Passenderweise habe ich zu beiden schon etwas geschrieben, wie ihr in den Verlinkungen nochmal nachlesen könnt.

Ich finde beides sind wirklich würdige Gewinner. Die Exit- Reihe bzw. die Spiele, die ich gespielt habe, haben von mir eine 10er Bewertung bekommen und ich bin heiß auf jedes Spiel. Die Spiel des Jahres Jury war offensichtlich auch begeistert.

Kingdomino bringt, wie auch die Spiel des Jahres Jury schreibt, das alte Dominoprinzip auf einen neue Ebene. Dabei macht es einfach viel Spaß.

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerspiele, -Autoren, -Verlage und alle die hinter den Spielen stehen.

 

Allgemein · Brettspiel · Top Listen

Top 10 Spiele, die ins Reisegepäck passen

Auch für mich geht es in den Sommerferien in den Urlaub. Unglücklicherweise sind wir durch meinen Job an die Ferien gebunden. Aber was soll man machen. Wir fliegen auf jeden Fall in den Urlaub.

Falls ihr noch andere Spieleempfehlungen für den Urlaub lesen möchtet, dann schaut doch mal hier vorbei. Dort findet ihr eine Blogparade, die es wert ist gelesen zu werden.

Jedenfalls… Die Frage, die sich natürlich stellt ist: Welche Spiele nehmen wir mit?
Wir fliegen zu zweit und somit mit zwei Koffern, je höchstens 20kg und da muss ja auch noch Kleidung und solche Dinge hineinpassen.
Also müssen die Spiele, die wir mitnehmen, vor allem klein und leicht sein. Für uns müssen sie außerdem zu zweit spielbar sein. Anders macht es keinen Sinn.

Zudem wird der Flug ziemlich lang sein, also kommt noch eine zweite Frage auf: Welche Spiele passen ins Handgepäck? Bei diesen Spielen muss dann noch zusätzlich gewährleistet sein, dass sie nicht viel Platz für die Auslage brauchen, also optimalerweise auf einen Flugzeugklapptisch passen und dort auch niemanden zu sehr nerven. Praktisch wäre außerdem, dass man die Spiele schnell zusammenpacken kann, ohne im dann neu anfangen zu müssen. Es ist ja im Flugzeug durchaus möglich, dass der Sitznachbar während des Fluges aufstehen möchte und die Spielenden ihr Spiel schnell einpacken müssen, um den Mitreisenden vorbei zu lassen.

Für die Handgepäckspiele wird in den nächsten Tagen ein weiterer Post folgen.

Schon auf unseren vorherigen Reisen durften natürlich immer einige Spiele mit uns reisen, die sozusagen schon reisegeprüft sind. Wie viele Spiele in unser Reisegepäck passen und dann mit dürfen, wird sich erst beim Packen herausstellen.

Auf unseren bisherigen Reisen haben wir übrigens einige Spiele dann auch umgepackt und in anderen Boxen transportiert. Das wird euch auch in meiner Top 10 auffallen. Nicht alle Spiele sind an sich klein. Sie lassen sich aber klein zusammenpacken. Bei uns reist nicht jedes Spiel in seiner eigenen Box, um Platz zu sparen.

Um die Spannung aufrecht zu erhalten fange ich hinten an mit Platz 10.

  1. Not Alone

     

     

Not Alone von Geek Attitude Games ist bisher noch nicht mitgereist, weil es recht neu in unserer Sammlung ist.
Da es eine kleine Box hat und nicht viel Zubehör zum Spielen braucht, ist es aber trotzdem auf meiner diesjährigen Liste für die besten Spiele für den Urlaub.

Auf dem Bild kann man gut sehen, dass auch noch durchaus Platz zum zusammenpacken gegeben ist. Die Box ist nicht voll.

  1. Sherlock Holmes Consulting Detective

Waaaas? Ja genau.

Von Consulting Detective (Ystari Games) nehmen wir meist einen Fall mit. Das bedeutet einfach nur, dass man zwei Hefte plus Anleitung mitnehmen muss. In diesem sind die benötigten Hinweise und alles Weitere, um die Fälle zu lösen. Außerdem benötigen die Spieler den Stadtplan und Stift und Papier, um die Hinweise zusammen zu tragen. Das ist wirklich nicht viel. Das Spiel ist nicht schnell gespielt und die Spieler brauchen auch etwas Ruhe. Aber um den Abend entspannt im Zimmer bei einem Glas Wein ausklingen zu lassen, ist es perfekt.

  1. Tiefseeabenteuer

Tiefseeabenteuer, erschienen bei Oink Games hat eine wirklich kleine Box, in der nur das nötigste drin ist. Perfekt zum mitnehmen. Es ist ein kleines, schnelles Spiel, das sich gut als Filler eignet oder um eine kurze Zeit zu überbrücken. Es ist kein Spiel, das man andauernd und am Stück spielt. Trotzdem ist es ein gutes Urlaubsspiel. Es ist klein und schnell und hat recht wenig Teile, die für den Aufbau nötig sind.

  1. Qwinto

Qwinto, bei NSV erschienen, ist ein kleines feines Würfelspiel, bei dem nur die Würfel, ein Block und Stifte nötig sind. Wir haben uns außerdem zwei Blätter laminiert. Deswegen müssen bei uns nur zwei laminierte Blätter, zwei Folienstifte und die drei Würfel mit. Also perfekt. Das nimmt weder viel Platz weg, noch ist es besonders schwer.

  1. 6 nimmt / X nimmt

Bis vor der letzten Spiel wäre es bei uns auf jeden Fall 6 nimmt (Amigo) gewesen. Das wurde bei uns aber von X nimmt abgelöst. Für mich ist es das bessere 6 nimmt. Es sind beides – egal welches man besser findet – kleine Schachteln, die problemlos ins Gepäck passen. Außerdem wiegen die Karten vermutlich nicht allzu viel.

5. Sylvion

Sylvion (2)

Sylvion und auch die anderen Oniverse Spiele nehmen wir gerne mit auf Reisen. Die Verpackungen sind klein und die Spiele sind kniffelig und trotzdem entspannt. Absolut empfehlenswert. Die Grafik ist sehr schön und die Verpackung ist wunderschön. Es ist ein echtes Erlebnis den Wald brennen zu sehen und das Feuer zu öffnen, um an den Rest zu kommen. Auch wenn ich immer Angst habe, das Inlay kaputt zu machen.

  1. Welcome (back) to the dungeon

Welcome to the dungeon und Welcome back to the dungeon, beide bei iello erschienen, lassen sich perfekt in eine Box packen. Beide sind dafür passend (sie haben ja auch die gleiche Größe). Es ist etwas gedrängt aber so passen alle Karten und Helden hinein. Ein kleines, schnelles Spiel, das immer wieder Spaß macht. Im Urlaub kann man es auch problemlos am Strand spielen oder auf der Sonnenliege. Bei uns wird es mit Sicherheit im Gepäck sein.

  1. Qwixx

Sowohl das „normale“ Qwixx, als auch Qwixx gemixxt und Qwixx Big Points (alle bei NSV erschienen) reisen immer gerne mit. Auch für Qwixx werden nur 4 Würfel, ein Block (oder auch 3) und Stifte benötigt. Also perfekt. In den Erweiterungen Qwixx gemixxt und Qwixx Big Points sind jeweils „nur“ neue Blöcke dabei. Deshalb kann man diese alle gut zusammenpacken. Der Block von den Big Points ist aber tatsächlich auch big. Deshalb passt dieser nicht in die Standard Qwixx Schachtel. Allerdings müssen ja auch nicht alle Blöcke mitreisen. 1 oder 2 sind bestimmt dabei. Außerdem kann man hier auch gut mit Qwinto kombinieren. Da in Qwinto dieselben Würfel bzw. einer weniger benötigt werden, kann man die Qwinto-Würfel einfach zu Hause lassen und nur die Schreibmaterialien einpacken und hat nochmal Platz gespart. Auch wenn 3 Würfel nicht besonders viel Platz wegnehmen. Ich spare Platz, wo es geht. Die Würfel haben auch übrigens nicht genau die gleiche Farbe, aber ob blau oder lila ist für mich für den Urlaub dann auch zu vernachlässigen 😉

  1. Sobek

Sobek (Game Works) hat sowohl eine kleine Box, als auch wenig Teile, die man gut zusammenpacken kann. Ich persönlich finde das Inlay von Sobek genial. Es ist sowohl praktisch, als auch schön, was man von einem Inlay nicht oft sagen kann. Ohne Inlay lässt es sich aber noch etwas kleiner zusammenpacken. Zudem ist das Spiel auch wirklich gut.

  1. Sentinels of the Multiverse

Sentinels of the Multiverse
Foto: (Brett)Spielerfrau

Das dürfte für die Meisten eine Überraschung sein. Ich kann einiges über Sentinels of the Multiverse (bei Greater Than Games erschienen) sagen, aber bestimmt nicht, dass es ein kleines Spiel ist. Vor allem nicht, wenn man wie wir alle Erweiterungen besitzt. ABER man kann es perfekt klein zusammenpacken. Es ist ja nicht nötig alle Helden, Villains und Environments mitzunehmen. Wir suchen uns meist je 2-4 villains und environments aus. Dazu dann um die 8 Helden und schon sind einige Spiele gesichert. Mit der App ist es noch nicht mal nötig die Punktechips oder Statusplättchen einzupacken. Für uns ist es das perfekte Urlaubsspiel.

Lasst euch übrigens nicht irritieren. Wir haben die sehr vielen Karten umgepackt in die leere Pandemic Legacy Box. Das passt momentan relativ gut. Allerdings wird es mit der nächsten Erweiterung nicht mehr passen. Außerdem stauben die Karten so ein, weil der Deckel nicht passt. Optimal ist die Lagerung so also nicht. Aber was soll man machen. Bis wir eine bessere Lösung finden, bleibt es so.

Und zuletzt noch just for fun ein Bild des größten und kleinsten Reisespiel meiner Top 10.

größtes und kleinstes Spiel Vergleich
Foto: (Brett)Spielerfrau
8/ 10 Punkten · Bewertung · Brettspiel · Rezension · Spiel des Jahres 2017 Nominierung

Spiel des Jahres Nominierung 2017: Wettlauf nach El Dorado

Wettlauf nach El Dorado ist ein Deckbuilding Spiel, in dem zwei bis vier Spieler in einem, Überraschung, Wettlauf darum kämpfen als Erstes in El Dorado anzukommen.

Wettlauf nach El Dorado kleinVerlag: Ravensburger
Autor: Reiner Knizia
Spieleranzahl: 2- 4
Illustrator: Franz Vohwinkel
Alter: 10+
Zeit: 45-60 Minuten
Jahr: 2017

Das erste Spiel von Wettlauf nach El Dorado machte sofort Spaß. Der Einstieg gelingt schnell und reibungslos. Nach kurzer Regellektüre ist das Spiel sofort ohne weiteres in die Regeln schauen spielbar. Wir haben das Spiel hauptsächlich zu zweit gespielt, wie immer. Zwei Runden haben wir aber immerhin zu dritt gespielt. Beide Varianten machen Spaß.

Wettlauf nach El Dorado2
Foto: (Brett)Spielerfrau

Im Spiel zu zweit hat jeder Spieler zwei Figuren, die ans Ziel gelangen müssen. Im Spiel zu dritt (und zu viert) spielt jeder Spieler nur eine Figur, also sind nur drei Figuren auf dem Spielfeld.
Beide Varianten haben ihren Reiz. Im Spiel zu zweit hat der Spieler die Möglichkeit seine Karten für den einen oder den anderen Spieler auszuspielen. Deshalb kann man sich selbst nicht so einfach in Fallen manövrieren, in denen der Spieler man wegen seiner Karten festhängt. Im Spiel zu dritt dagegen hat man zwei Gegner, die unterschiedliche Taktiken verfolgen. Und beide Gegenspieler können natürlich den Weg verstellen. In Wettlauf nach El Dorado dürfen zwei Spieler (außer mit speziellen Höhlenteile aus einer Variante) nicht auf demselben Feld stehen und auch nicht über andere Figuren springen.

Aber wie spielt man Wettlauf nach El Dorado überhaupt?

Eine ausführlichere Erklärung findet ihr zum Beispiel hier . Kurz gesagt wird auf einem sehr variablen Spielbrett gespielt. Dieses kann nach Anleitung aufgebaut werden. Die Regel gibt aber auch Tipps, um ein eigenes Spielfeld aufzubauen.
Die Spieler müssen verschiedene Terrains überqueren, um nach El Dorado zu gelangen. Jeder Spieler hat zu Anfang ein Deck aus Karten. Jedes Deck ist dabei gleich. Mit diesen Karten werden die Terrains überquert und gleichzeitig auch neue Karten gekauft, um das Deck zu verbessern. Insoweit also im Kern ein klassisches Deckbauspiel, in welchem man ja standardmäßig zwischen Aktionen und dem Kaufen neuer Karten wechselt. Besonderheit des Spiels ist, dass man mit den Aktionen tatsächlich auf einem Brett Figuren bewegt.

Wettlauf nach El Dorado hoch
Foto: (Brett)Spielerfrau

Auf den Karten ist ein Terrain abgebildet, mit dem man die entsprechenden Felder auf dem Brett überqueren kann. Dabei kann auf den Karten das „Terrain“ (i.E. Dschungel, Wasser oder Wüste) 1 bis 4 mal abgebildet sein. Ist auf einer Karte ein Terrain mehrfach abgebildet, darf der Spieler mit dieser auf einmal auch mehrere Felder überqueren. Ein Kniff an der Sache ist aber, dass man nicht mehrere Karten nutzen darf, um auf ein Feld zu ziehen. Dazu muss man wissen, dass die verschiedenen Felder auf dem Brett jeweils eine unterschiedliche Anzahl an Symbolen zeigen.

Wettlauf nach El Dorado länglich

Auf ein Feld mit 3 Dschungel-Symbolen darf man also nur mit einer 3er oder 4er Dschungelkarte, nicht aber mit drei 1er Karten ziehen. Mit den Gold Karten können neue Karten gekauft werden, die das Deck allerdings größer machen. Dabei gibt es neben den schon beschriebenen „Terrain“-Karten auch klassischere Aktionskarten, die einem beispielsweise erlauben mehr Karten nachzuziehen oder Karten außerhalb der Auslage zu kaufen. Nicht alle Karten sind nämlich gleichzeitig verfügbar. Im Normalfall gibt es nur eine Auslage mit 6 verschiedenen Kartentypen, von denen es jeweils nur 3 Karten gibt. Nur aus diesen können neue Karten gekauft werden. Ist allerdings ein Stapel leer, kann von einem Kartenstapel (also auch einem außerhalb der Auslage, nennen wir diesen Bereich einmal „Markt“) gekauft werden. Dadurch rutscht der restliche Stapel dieser Karte in die Auslage und der „Markt“ ist wieder geschlossen.

Jede Runde ziehen die Spieler auf vier Karten auf und müssen mit diesen in der nächsten Runde weiter Richtung Ziel streben.
Das Spiel bringt durch den variablen Aufbau der Wegplatten die Möglichkeit in verschiedenen Schwierigkeiten zu spielen. Zudem gibt es mit den Höhlen noch eine Variante. Bei dieser kommen zusätzliche Aktionsmarker ins Spiel, welche einmalige Boni geben. Wenn der Spieler neben einer Höhle anhält und einen solchen Marker aufsammelt, kann er diese einsetzen und zusätzlich neben seinen Karten nutzen.

Wettlauf nach El Dorado 2
Foto: (Brett)Spielerfrau

Fazit

Letztendlich gibt es sehr viele Wettlaufspiele, bei denen die Spieler die Ersten sein wollen, um irgendwo anzukommen. Hier ist aber eine sehr gelungene Mischung aus Wettlaufspiel und Deckbuilder gelungen. Das Spiel ist wie erwähnt sehr variabel in seinem Aufbau. Außerdem gibt es verschiedene Herangehensweisen, um zu gewinnen. Der Spieler kann sowohl mit einem großen, als auch einem kleinen Deck zum Ziel gelangen. Auch muss ich mir beim Spiel überlegen, ob ich am Anfang direkt versuche meine Karten zu nutzen, um mein Deck zu verbessern oder mit „schlechteren“ Karten direkt Richtung Ziel marschiere.

Hervorzuheben ist für mich auch, dass der Spieler (anders als z.B. bei Dominion) am Ende seines Zuges die Möglichkeit hat zu entscheiden, ob er die nicht ausgespielten Karten auf der Hand behalten will und nur zusätzlich Karten ziehen möchte bis es vier Handkarten sind oder, ob er diese ablegen und vier neue Karten ziehen möchte.
Es sind immer wieder interessante Entscheidungen zu treffen. Zum Beispiel, ob der Spieler den kurzen, häufig schwierigeren Weg gehen möchte oder den längeren, aber einfacheren Weg. Es gibt auch Felder, mit denen ich mein Deck ausdünnen kann. Diese liegen aber oft nicht auf dem schnellsten Weg und führen zu Umwegen. Da muss man sich schon gut überlegen, ob sich das Ablegen lohnt.

Interessant finde ich auch die Idee, dass man nur ab und zu aus allen Karten beim Kauf wählen kann und im Normalfall auf die begrenzte Auslage angewiesen ist. Das führt dann, wenn man mal aus allen Karten wählen kann nämlich auch dazu, dass man sich gut überlegen muss, welche Karten man nimmt. Die können dann nämlich ja auch ohne weiteres von meinem Gegner gekauft werden. Mit mehr Spielern ist es außerdem auch so, dass es sein kann, dass man von bestimmten Karten gar keine bekommt und eventuell sogar gar nicht bekommen kann. Auch darauf muss man sich bei seinen Überlegungen einstellen.

Insgesamt gibt es viel zu bedenken, gleichzeitig schafft das Spiel es aber dennoch sehr zugänglich und unkompliziert zu sein, so dass ich die Einordnung der Jury als Spiel des Jahres auch gut nachvollziehen kann. Spätestens nach dem ersten Spiel sollte es auch für Nichtspieler oder Gelegenheitsspieler möglich sein das Spiel vernünftig spielen zu können. Ein Spieler mit mehr Erfahrung dürfte aber höhere Gewinnchancen haben (wie es ja auch meistens sein sollte).

Die Möglichkeit andere Spieler zu blockieren kann durchaus frustrierend sein, allerdings hat der betroffene Spieler immer die Möglichkeit einen Umweg zu gehen und kann dadurch selbst entscheiden, ob er in der „Falle“ stehen bleibt oder den langen Weg in Kauf nimmt. Außerdem kann er seinen Zug ja dann auch dafür neue und bessere Karten zu kaufen, weil jede Karte im Deck mindestens ein halbes Gold wert ist.
Ich wünsche mir in jedem Fall eine Erweiterung, die mehr Karten für noch mehr Abwechslung bringt. Denn die Karten sind immer alle im Spiel und deshalb nicht variabel.
Sogar mein Mann spielt Wettlauf nach El Dorado gern, obwohl er kein Fan von Deckbuildern ist.
Eine Kleinigkeit ist noch zu erwähnen. In der Anleitung ist uns zumindest ein Fehler aufgefallen. Im Aufbau für das Spielbrett Sumpfgebiete sind ein paar Teile vertauscht. G müsste F sein und M müsste K sein.

Ich spiele Wettlauf nach El Dorado gern und freue mich auf die weiteren Spiele.

8/ 10 Punkten

Allgemein · Brettspiel · Der spielerische Wochenrückblick

Der spielerische Wochenrückblick

Wieder ist es Zeit für den spielerischen Wochenrückblick.

Montag und Dienstag haben wir nichts gespielt.

Am Mittwoch kamen nur kleine Spiele auf den Tisch.

Am Donnerstag:

  • eine weitere Runde X nimmt!
  • 5 Minute Dungeon

Am Freitag dann:

Am Samstag:

  • Jolly und Roger

Am Sonntag haben wir dann endlich mal etwas mehr gespielt. Wie ihr auch gestern schon beim 7 Sachen Sonntag sehen konntet.

  • Viticulture
  • London Dread
  • Yokohama

 

Spiel der Woche:

5 Minute Dungeon. Das Spiel macht uns wirklich Spaß und wir haben es auch das erste Mal in einer Gruppe zu viert gespielt, was auch toll war. Momentan spielen wir Echtzeitspiele wirklich gerne.

Was sonst noch spannend war:

  • Am Mittwoch habe ich Kingdomino verloren und dafür X nimmt! grandios gewonnen. Ich habe immer gerne 6 nimmt! gespielt, X nimmt! gefällt mir allerdings noch etwas besser.
  • Am Donnerstag haben wir 5 Minute Dungeon bis zum dritten Gegner gespielt. Es hat gut geklappt, wurde aber durchaus auch mal knapp.
  • Am Freitag kamen der Bruder meines Mannes und seine Freundin vorbei. Bevor sie kamen, haben wir unsere zwei Gegner im 5 Minute Dungeon besiegt. Danach haben wir dann eine ganze Runde, also 5 Gegner, auf der Heldenstufe mit den beiden besiegt. Sie haben das Spiel an dem Abend gelernt und problemlos spielen können. Es hat uns allen Spaß gemacht. Den Endgegner haben wir auch erst im zweiten Anlauf geschafft, dann allerdings ziemlich leicht.
  • Am Sonntag haben wir dann mehr geschafft. Yokohama haben wir erst zweimal gespielt. Es gefällt mir ziemlich gut. Beim ersten Spiel war ich nicht so angetan. Ich hatte dieses Mal das Gefühl unglücklich verloren zu haben. Das war kein Drama, aber hat das würdevolle Verlieren erschwert 😉
  • Bei London Dread haben wir wieder Szenario 2 gespielt. Wir haben es recht einfach gewonnen, der Timer macht es trotzdem interessant. Ich bin gespannt auf weitere Spiele.
  • Viticulture haben wir das zweite mal mit unserer Hausregel gespielt. Nach den ersten Spielen haben wir uns sehr über die Unvorhersehbarkeit der Reben und Aufträge geärgert. Dadurch entstand das Gefühl, dass man nicht unbedingt einen Sieg beeinflussen kann. Deswegen ziehen wir bei den Reben und den Aufträgen je zwei Karten und suchen eine aus. Damit fahren wir gut. So macht es uns viel mehr Spaß.